Alzenau in Unterfranken
Notlage ausgenutzt

Landkreis Aschaffenburg: Schlüsseldienst fordert fast 1000 Euro

Ist das Wucher? Ein Schlüsseldienst hat von einer 20-Jährigen im Landkreis Aschaffenburg 970 Euro für die Öffnung ihrer Wohnungstür gefordert.
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Ein Schlüsseldienst hat im Landkreis Aschaffenburg von einer 20-Jährigen 970 Euro für die Öffnung ihrer Wohnungstür gefordert. Symbolfoto: Matthias Beetz
Ein Schlüsseldienst hat im Landkreis Aschaffenburg von einer 20-Jährigen 970 Euro für die Öffnung ihrer Wohnungstür gefordert. Symbolfoto: Matthias Beetz
970 Euro hat ein Schlüsseldienst im unterfränkischen Alzenau im Landkreis Aschaffenburg von einer Kundin für die Öffnung ihrer Wohnungstür gefordert. Die Aschaffenburger Kripo ermittelt nun wegen Wuchers gegen die Firma, die ganz offensichtlich die Notlage einer 20-Jährigen ausnutzten wollte.


20-Jährige zahlte den Preis

Die Mieterin hatte sich am Mittwochabend aus ihrer Wohnung ausgesperrt und telefonisch einen Schlüsseldienst verständigt. Ein Mitarbeiter kam etwa eine Stunde später und öffnete der Frau die Tür, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Anschließend präsentierte er für die Dienstleistung die horrende Rechnung. Die 20-Jährige zahlte zunächst, erstattete danach jedoch Anzeige.


Zeugen hinzuziehen

Da sich ähnliche Fälle immer wieder häufen, rät die Polizei unter anderem, wenn möglich einen Zeugen - wie Bekannte oder Nachbarn - hinzuziehen, während der Mitarbeiter die Arbeit ausführt. Außerdem sollten nur Leistungen wie die Tür-Öffnung in Auftrag gegeben werden und dazu ein verbindlicher Festpreis vereinbart werden. Irgendwelche Auftragsformulare sollten nicht ungeprüft unterschrieben, stattdessen eine detaillierte Rechnung verlangt werden. Wenn man unter Druck gesetzt werde, solle man sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen.
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