Großostheim
Mobbing

Kein Spaß mehr: 16-Jährige wird von Unbekannten entführt und geschlagen

Beim Bachgaufest in Großostheim ist eine 16-Jährige von mehreren Jugendlichen entführt und traktiert worden. Die Polizei bittet um Hinweise.
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Beim Bachgaufest in Großostheim ist eine 16-Jährige von mehreren Unbekannten entführt und traktiert worden Symbolbild: dpa
Beim Bachgaufest in Großostheim ist eine 16-Jährige von mehreren Unbekannten entführt und traktiert worden Symbolbild: dpa
Wenn das ein Streich sein sollte, ging er definitiv zu weit. Eine 16-jährige, die sich in der Nähe der Bühne auf dem Bachgaufest in Großostheim (Kreis Aschaffenburg) aufgehalten hatte, wurde von Gleichaltrigen zunächst vom Geschehen weggezogen. Danach wurden ihr von hinten Mund und Augen zugehalten und sie wurde von zwei Personen weggetragen. Als sie sich zur Wehr setzen wollte, wurde ihr eine Ohrfeige versetzt. Anschließend wurde die junge Dame irgendwo in der Marktgasse abgelegt, berichtet die Polizei.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag (22. Juli) gegen 22.45 Uhr. Die Unbekannten bemächtigten sich auch ihres Handy und schrieben Droh-Nachrichten an ihre WhatsApp-Kontakte. An dem Geschehen sollen insgesamt sieben Personen, darunter drei weibliche und vier männliche Jugendliche, beteiligt gewesen sein.

Die Geschädigte, die mehrere üble Mobbingattacken in der Vergangenheit aushalten musste, blieb augenscheinlich unverletzt. Dennoch wurde sich vorsorglich im Klinikum Aschaffenburg untersucht.

Bei der Sachverhaltsaufnahme durch Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg konnten folgende Täterbeschreibungen ermittelt werden: Einer der männlichen Täter war ca. 200 cm groß, hatte kurze dunkle Haare, trug einen grünen Pullover und eine Zahnspange. Eine weitere Person soll ein weißes T-Shirt, eine schwarze kurze Hose und eine schwarzes Basecap getragen haben.


Zeugen, die Hinweise in dieser Sache geben könne, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu melden, Telefon: 06021/8570. Dabei interessiert die Polizei außer den Tätern auch jegliche andere Wahrnehmung, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnte.

Die Ermittlungen konzentrieren sich jetzt zum einen auf mögliche Delikte der Nötigung und Körperverletzung zum Nachteil der Jugendlichen. Zum anderen wird wegen der o.g. Internetnachricht auch ein Vergehen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten durch die unbekannten Täter geprüft.
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