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Region  // Aschaffenburg

Versuchte Tötung

26-Jähriger versucht Frau aus fahrendem Auto zu werfen - Verfolgungsjagd auf der A3

Ein 26-Jähriger hat auf der A3 versucht, seine Beifahrerin aus dem Auto zu stoßen. Dann lieferte er sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.
Ein 26-Jähriger hat auf der A3 versucht, seine Beifahrerin aus dem Auto zu stoßen. Dann lieferte er sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Symbolbild: Ronald Rinklef
 
Ein 26-jähriger Mann versuchte in der Nacht auf Mittwoch auf der A3 bei Aschaffenburg seine Beifahrerin aus dem fahrenden Auto zu stoßen. Nach einer Verfolgungsjagd konnte er bei Mespelbrunn festgenommen werden.

Kurz vor Mitternacht waren bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken Mitteilungen über ein Auto eingegangen, das in Schlangenlinien auf der A3 in Richtung Würzburg unterwegs war. Mehrere Streifenbesatzungen machten sich sofort auf den Weg.

Wie sich später herausstellte, hatte der 26-Jährige wohl versucht, eine 22-jährige Freundin auf dem Beifahrersitz aus dem Auto zu stoßen. So habe er die Frau bei hoher Geschwindigkeit abgeschnallt und versucht, die Beifahrertüre zu öffnen. Er soll die junge Frau während der Fahrt auch mehrfach mit dem Tod bedroht haben.

Zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Weibersbrunn holten die Beamten den weißen Fiat ein, der noch immer in Schlangenlinien über die Autobahn fuhr und dabei alle vorhandenen Fahrspuren benutzte.


Verfolgungsjagd über die A3

Als der Fiat-Fahrer das Blaulicht bemerkte, versuchte er zu flüchten und verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Weibersbrunn. Nach der Ausfahrt raste der Fiat in entgegengesetzte Richtung in den Kreisverkehr und setzte seine Flucht auf der Staatsstraße in Richtung Hessenthal fort.

Der Mann schaltete der Fahrer die Fahrzeugbeleuchtung aus und geriet mehrfach auf die Gegenfahrbahn. Vor dem Ortseingang Hessenthal kam der Pkw schließlich von der Fahrbahn ab und prallte gegen das Ortsschild, zwei Leitpfosten und eine Kurvenwarntafel. Anschließend steuerte das Fahrzeug quer über die Fahrbahn hinweg und prallte gegen den Randstein. Dort kam das Auto endlich zum Stillstand und der Fahrer wurde von den Beamten festgenommen.

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 26-jährigen Mann, der in Österreich wohnhaft ist. Aufgrund seiner offenbar schlechten gesundheitlichen Verfassung wurde der Mann vorsorglich in ein nahgelegenes Krankenhaus gebracht. Auf dem Beifahrersitz im Fiat saß eine vier Jahre jüngere Frau, die angab, mit dem 26-Jährigen befreundet zu sein.

Nachdem die Beifahrerin am Mittwochnachmittag richterlich vernommen wurde, hat inzwischen die Kriminalpolizei Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen übernommen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt werden.


Drogen im Spiel?

Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig unklar. Jedoch ergaben sich im Zuge der ersten Ermittlungen Hinweise darauf, dass der 26-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Rauschgift stand. Ob Drogenkonsum zu seinem auffälligen Verhalten geführt haben könnte, ist noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Am Donnerstagmorgen konnte der Tatverdächtige aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er wurde noch am selben Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ gegen den 26-Jährigen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der dringend Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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