Hundshaupten

Wildpark Hundshaupten schafft neuen Lebensraum für Insekten

Im Wildpark Hundshaupten ist die Welt noch in Ordnung. Und doch erkennt man gerade in dieser Naturidylle, wie wichtig jedes kleinste Lebewesen für den Natur...
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Friedrich Oehme, Axel Schauder, Johannes Mohr, Wildparkleiter Daniel Schäffer und Hermann Ulm (v. l.) begutachten ein Fledermaushaus im Wildpark Hundshaupten  Foto: Petra Malbrich
Friedrich Oehme, Axel Schauder, Johannes Mohr, Wildparkleiter Daniel Schäffer und Hermann Ulm (v. l.) begutachten ein Fledermaushaus im Wildpark Hundshaupten Foto: Petra Malbrich
Im Wildpark Hundshaupten ist die Welt noch in Ordnung. Und doch erkennt man gerade in dieser Naturidylle, wie wichtig jedes kleinste Lebewesen für den Naturkreislauf ist. Großes Engagement zeigen deshalb die Verantwortlichen vom Bund Naturschutz und dem Landratsamt mit dem kreiseigenen Wildpark für die kleinsten Tiere: die Insekten.
Zugleich sprechen sie damit ein anderes Projekt an: das Fledermausmonitoring. Das wurde bisher von zehn Organisationen unterstützt.


Schmetterlinge und Bienen

Der Wildpark Hundshaupten ist nun die elfte Organisation, die dieses Projekt unterstützt. Fledermäuse brauchen Insekten und diese wiederum Lebensraum.
Blühflecken heißt nun das "gemeinsame Projekt". Egal wie klein die Landstriche sind, sie sollen reaktiviert und damit zum Lebensraum für Schmetterlinge, Insekten und Bienen werden. "Mit unserem Projekt wollen wir das Aussterben der Insekten verhindern", sagte Friedrich Oehme, Geschäftsführer des Bunds Naturschutz Forchheim. Mit diesem Ziel ist er nicht alleine. Auch Daniel Schäffer, der Leiter des Wildparks Hundshaupten, weiß um die Bedeutung der Insekten und hat deshalb beim Tag der Kreisentwicklung eine Tombola veranstaltet.
Damit der Betrag rund wird, legte das Landratsamt noch ein paar Euro drauf und so konnte Landrat Hermann Ulm (CSU), der mit dem Leiter der ökologischen Kreisentwicklung Johannes Mohr nach Hundshaupten gekommen war, einen Scheck in Höhe von 500 Euro überreichen.


Fledermäuse sind Indikatoren

Der Rückgang der Insekten sei für den Menschen bedrohlich, sagte Johannes Mohr. Zum einen finde die Bestäubung von Obst und Beeren durch die Insekten statt. 40 Prozent der Bestäubungen leisten Nachtfalter in der Nacht. Andrerseits sind Insekten und gerade auch die Nachtfalter ein Nahrungsmittel für die Fledermäuse. "Die Fledermäuse sind die Indikatoren, um den Zustand der Natur zu sehen", sagte Mohr.
Das Fledermausmonitoring wurde im Wildpark bereits durchgeführt. Exemplare der Nordfledermaus, die Bartfledermaus, die Wasserfledermaus, die Rauhhautfledermaus und die Zwergfledermaus wurden nachgewiesen. Die daraus gewonnenen Anhaltspunkte führen nun zu einer weitergehenden Untersuchung. In der kommenden Woche ist der Batcorder drei Nächte lang im Einsatz, verriet Friedrich Oehme. Über die 500 Euro freute er sich. Diese werden für wichtige Arbeiten gebraucht, denn die Blühflecken werden regelmäßig von Fachleuten besucht und auch kartiert.
Einer der Fachexperten für das Management der Blühwiesen ist Axel Schauder (BN), der ebenfalls in den Wildpark Hundshaupten gekommen ist. Am Eingangsbereich des Wildparks solle eine dieser Blühflecken entstehen. 20 solcher Landstreifen wurden bereits im vergangenen Jahr aufgenommen und von Schauder betreut. Der Bund Naturschutz will zugleich Gemeinden, aber auch Privatleute ermuntern, auf kleinen freien Streifen Blühflecken entstehen zu lassen. Das danken nicht nur der Bund Naturschutz und das Landratsamt.
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