Bad Kissingen
Betrug

Warnung vor Chef-Masche

In den vergangenen Wochen hat die Unterfränkische Polizei immer wieder vor Betrügern gewarnt, die sich gegenüber Mitarbeitern in einer gefälschten E-Mail al...
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In den vergangenen Wochen hat die Unterfränkische Polizei immer wieder vor Betrügern gewarnt, die sich gegenüber Mitarbeitern in einer gefälschten E-Mail als Chef ausgaben und so den Transfer größerer Bargeldbeträge ins Ausland veranlassten. Da es die Täter nicht nur auf Aktiengesellschaften, sondern auch auf Mittelständler, kleine Firmen und sogar auf Ehrenamtliche in Vereinen und Verbänden abgesehen haben, ist es der Polizei ein großes Anliegen, genau diese ebenfalls zur Vorsicht zu mahnen.
1 000  000 Euro hätte eine Firma im Landkreis Aschaffenburg Anfang Dezember beinahe an die dreisten Betrüger verloren. Diese hatten vermutlich über das Internet die Firmenhomepage nach Mitarbeiterinformationen und E-Mail-Kontakten ausgespäht. Die Hausbank der Firma hatte letztlich den Betrug gerochen.
Doch es sind nicht nur Firmen, die im Visier der skrupellosen Betrüger sind, sondern auch Sportvereine und (Zweck-) Verbände, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. So erhielt Mitte Januar der Vereinskassier eines Sportvereins in Schweinfurt eine von den Tätern gefälschte E-Mail seines Vereinsvorstandes. In dieser wurde er angewiesen, mehr als 5000 Euro nach Italien zu überweisen. Der Ehrenamtler reagierte richtig und fragte bei seinem Vorstand nach, so dass der Schwindel aufflog.
Am Untermain ging Anfang Februar bei dem Kassier eines Sportvereins im Landkreis Aschaffenburg eine gefälschte E-Mail seines Vereinsvorstandes ein. Darin die Aufforderung, mehr als 7000 Euro an ein Konto in Spanien zu überweisen. Auch in diesem Fall reagierte der Kassier richtig und fragte zunächst nach. Auch die Kripo Würzburg beschäftigt sich seit Mitte Dezember mit einem Fall, bei dem die Täter versuchten, 2550 Euro aus der Kasse eines Vereins zu ergaunern. Aber auch hier reagierte der Kassier aufmerksam.


Rücksprache halten

Die Polizei rät: Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen/ihren Verband oder Verein öffentlich sind und was Sie im Zusammenhang damit auf der Homepage publizieren. Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter/Vorstandsmitglieder. Führen Sie klare Abwesenheitsregelungen und Kontrollmechanismen ein.
Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollte man E-Mails auf die Absenderadresse und korrekte Schreibweise überprüfen, zudem die Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche Rückfrage beim Auftraggeber verifizieren sowie Kontakt mit der Geschäftsleitung bzw. Vorgesetzten aufnehmen.
Bei Auffälligkeiten und Fragen sollte man sich an die Polizei wenden. pol
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