Walberngrün

Urkunde als Glücksfall

Ist die älteste Grenzbeschreibung im Frankenwald in der bekannten Bamberger Urkunde aus dem Jahre 1017 eine Fälschung, wie die heutigen Historiker behaupten...
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Richard Seuß
Richard Seuß
Ist die älteste Grenzbeschreibung im Frankenwald in der bekannten Bamberger Urkunde aus dem Jahre 1017 eine Fälschung, wie die heutigen Historiker behaupten? Es gibt zu diesem Thema viele Ansichten, Vermutungen und Spekulationen.
Richard Seuß hält von diesen Hypothesen nichts und nimmt dazu in seiner neuen, 48-seitigen Broschüre unmissverständlich Stellung: "Aus meiner festen Überzeugung, begründet durch eine erdrückende Faktenlage ist meine Antwort eindeutig: Allein die Existenz dieser Urkunde ist für die Besiedlungsgeschichte des Frankenwaldes und ihrer historischen Erforschung ein absoluter Glücksfall", sagt der Heimatforscher.


1000 Jahre alt

Obwohl genau 1000 Jahre alt, ist diese Grenzbeschreibung immer noch gut erkennbar beziehungsweise erklärbar. Doch neben dieser Außengrenze muss es auch im Innenbereich planmäßige Strukturen gegeben haben. Diese sind auch in Form von großen Praedien nachweisbar (später auch Landgüter, bzw. Burg- oder Schlossgüter genannt). Mehr als 30 solcher Praedien wurden so zu Keimzellen ganzer Ortschaften, wie beispielsweise Schlopp.
Auch die Praedien und Burgställe in Güldenstein, in Bernstein und Schwarzenstein zählen dazu, sowie die Wale (mittelalterliche Befestigungsanlagen) in Elbersreuth und Schwarzenbach am Wald. Selbst die geheimnisvollen Eulenburgen, wie zum Beispiel in Grafengehaig, Wartenfels und Lippertsgrün, haben denselben Ursprung.
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