Nordhalben
Gemeinderat

Klöppelmuseum bleibt Nordhalbener Sorgenkind

Die Trinkwasserversorgung Heinersberg und Informationen standen auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Sachstandsbericht zur Trinkwasserversorgung Heinersbe...
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Lange Zeit Klöppelschule, nun Klöppelmuseum  Foto: Archiv/Matthias Hoch
Lange Zeit Klöppelschule, nun Klöppelmuseum Foto: Archiv/Matthias Hoch
Die Trinkwasserversorgung Heinersberg und Informationen standen auf der Tagesordnung des Gemeinderats.
Sachstandsbericht zur Trinkwasserversorgung Heinersberg: Wassermeister Holger Grundmann gab einen Sachstandsbericht über die Arbeiten im Hochbehälter Heinersberg. Genutzt wurde bis jetzt nur die rechte Kammer, die linke stand lange leer. Durch diese Nichtnutzung wurde der Putz trocken und die Decke marode. Es mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Fa. Stahl aus Kißlegg leistete hier gute Arbeit.
Mit großem Aufwand wurde die Decke mittels Sandstrahltechnik abgestrahlt, bis die Bewehrungseisen rostfrei sichtbar wurden. Leider stellte sich heraus, dass aus den ursprünglich angenommenen 100 Eisen am Ende 459 Eisen wurden, was erhebliche Mehrkosten verursachte. Diese großen Schäden sind auf bauliche Mängel des im Jahr 1956 gebauten Hochbehälters zurückzuführen. Die Decke wurde dann reprofiliert und der Putz erneuert. Holger Grundmann wies darauf hin, dass zeitnah auch die rechte Kammer saniert werden müsse. Die Kosten für die Deckensanierung beliefen sich auf etwa 25 000 Euro.  Des Weiteren wurde ein Druckkessel erneuert und eine Mikrofiltration mit fünf Filtern erworben, die im Winter eingebaut werden. Hiermit werden Schadstoffe ausgefiltert und das Zusetzen von Chlor entfällt. Ebenfalls eingebaut wird ein Spülkompressor mit elektrischem Anschluss im Pumphaus. Nach diesen Arbeiten bestehen in Heinersberg bezüglich der Trinkwasserversorgung eine Wertsteigerung und eine wesentliche Verbesserung der Versorgungssicherheit. Die bisherigen Gesamtkosten bei der Erneuerung der Trinkwassersituation in Heinersberg liegen bei 58 219 Euro.
Klöppelmuseum: Ein Sorgenkind der Gemeinde Nordhalben ist die Klöppelschule, jetzt in "Klöppelmuseum" umbenannt. Früher war sie das Aushängeschild, doch Klöppeln ist erstens nicht mehr so "in" und zweitens wird auch mittlerweile woanders ebenfalls geklöppelt, so dass das Alleinstellungsmerkmal wegfällt. Nun soll durch die Bayerische Verwaltungsakademie (BVS) in Leitung, Organisation und Management der Hebel angesetzt werden. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) erklärte, dass die BVS bereits gute Arbeit in der Gemeindeverwaltung und im Bauhof geleistet habe. In einem fünf Tage dauernden Programm wird intensiv gearbeitet werden, Pläne und Optimierungen vorgeschlagen und ein neues Konzept entwickelt.


"Nun sind Profis gefragt"

Bereits im Klöppelschulausschuss sei man dafür gewesen, dass dies unbedingt notwendig ist, um konkurrenzfähig zu bleiben.  Fraktionssprecher Bernd Daum (FW) erklärte, dass man diese lange Tradition nicht aufgeben wolle und auch bei den Ideenwerkstätten großes Interesse vorhanden gewesen sei: "Nun sind Profis gefragt, wo Verbesserungen möglich sind."
Auch der Fraktionssprecher der CSU, Michael Wunder, betonte, dass man sich in der letzten nichtöffentlichen Sitzung darüber bereits einig gewesen sei. Laut Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) warte man nur noch auf das Angebot der BVS.
Nordostbayerninitiative: Für die "Alte Schule" in Heinersberg wird ein Antrag innerhalb der Nordostbayerninitiative bezüglich der Sanierung gestellt. Dieser fällt unter die Trägerschaft des Amtes für ländliche Entwicklung und kann mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. sd
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