Grafengehaig

Im Grafengehaiger Gotteshaus erklingen "Lieder fürs Herz"

"Alles Lieder fürs Herz." So kündigte Pfarrerin Heidrun Hemme das 29. Grafengehaiger Kirchenkonzert am Sonntag in der Heilig-Geist-Kirche an. Und sie meinte...
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Das 29. Grafengehaiger Kirchenkonzert bestritt am Sonntag Chris Thoma aus Wirsberg. Fotos: Klaus Klaschka
Das 29. Grafengehaiger Kirchenkonzert bestritt am Sonntag Chris Thoma aus Wirsberg. Fotos: Klaus Klaschka
"Alles Lieder fürs Herz." So kündigte Pfarrerin Heidrun Hemme das 29. Grafengehaiger Kirchenkonzert am Sonntag in der Heilig-Geist-Kirche an. Und sie meinte damit Musik, die den Grafengehaigern am Herzen liegt.
Zuvor hatte es nämlich eine Umfrage gegeben, was man am liebsten bei diesem Konzert hören möchte. Nach Gospels des Kirchenchors 2016 gab es also diesmal ein Wunschkonzert - und das nicht nur ausschließlich mit Kirchenmusik.


"Weltlicher Beginn"

Die musikalische Stunde begann ganz "weltlich" mit Edward Griegs "Morgenstimmung" aus der "Peer-Gynt-Suite": Ein wenig Schweifen über die Landschaft und die Gedanken loslassen. Weiter ging es mit Händels "Triumphmarsch" zum Einzug der Königin von Saba, jener Herrscherin in vorchristlicher Zeit im Gebiet des heutigen Jemen, die sich von der Weisheit des Königs Salomon selbst überzeugen wollte.
In einem Programm mit Musik, die zu Herzen geht, durfte ein Stück nicht fehlen: "Air" aus Bachs dritter Orchestersuite; eine weitschweifende Melodie über fallenden Bässen, einfach herzerweichend.


Es durfte gesungen werden

Doch den Grafengehaigern war nicht nur nach musikalischem "Schmalz" zumute. Gewünscht wurden auch die "Hornpipe" aus Händels "Wassermusik", das immer wieder zu hörende "Trumpet Tune" von Henry Purcell, aber auch das "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier, das erst als Erkennungsmusik für die Eurovisions-Sendungen im Fernsehen so richtig bekannt geworden ist.
Zwischen den einzelnen Orgelmusiken konnte man dann mitsingen, nicht nur bei Chorälen wie "Großer Gott, wir loben dich", sondern auch Volkslieder, denn "Kirche" meint ja das allumfassende Leben und hat nicht nur etwas mit sakralen Räumen zu tun. An der Orgel spielte Chris Thoma aus Wirsberg, die ansonsten den Orgeldienst in Burghaig versieht - routiniert und engagiert.
Der Erlös des Konzerts kommt der Reinigung der Orgel der Heilig-Geist-Kirche zugute. Das Instrument aus dem Jahr 1997 ist zwar relativ neu, muss aber regelmäßig gewartet werden. Aktuell steht eine nicht nur finanziell aufwendige Reinigung an. Auch das eine und andere Register könnte nachgestimmt werden. Für die kleine Kirchengemeinde ist dies ein durchaus schwieriges Vorhaben, lohnt sich aber in jedem Fall. Denn die Eule-Orgel ist ein für ein Dorf etwas abseits der großen Pfade durchaus mächtiges Instrument, das man nicht verwahrlosen lassen möchte und sollte.
Zudem hat die Heilig-Geist-Kirche ein zweites Orgelwerk: Die "Schwalbennest-Orgel" an der linken Seite des Altarraums. Ein Werk mit vier Registern, das über ein separates Manual bespielt, aber auch mit der Hauptorgel gekoppelt werden kann. Das Cimbel-Register ist furchtbar. Aber: Wo im weiten Umkreis gibt es in einer kleinen Kirche wie in Grafengehaig ein zweites, durchaus funktionierendes, Orgelwerk?
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