Wonsees
Wasserversorgung

Höhere Investitionen sollen den Weg zu Fördergeldern freimachen

Dass die Wonseeser Bürger für die Instandsetzungen, die der Zweckverband zur Wasserversorgung der Sanspareil-Gruppe plant, mit Ergänzungsbeiträgen zur Kasse...
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Dass die Wonseeser Bürger für die Instandsetzungen, die der Zweckverband zur Wasserversorgung der Sanspareil-Gruppe plant, mit Ergänzungsbeiträgen zur Kasse gebeten werden, steht bereits fest. Jetzt überlegt der Zweckverband, zusätzlich die Sanierung der Hochbehälter vorzuziehen. Allerdings wurde hinter verschlossenen Türen beratschlagt.
Die Tagesordnung für die Sitzung des Zweckverbandes war nicht aufsehenerregend. Doch an die öffentliche Sitzung schloss sich eine nichtöffentliche Sitzung an. In der war Ingenieur Alexander Dürrschmidt zu Gast. Er sollte ein Konzept zur Sanierung der Hochbehälter vorstellen. Diese Maßnahme solle vorgezogen werden, was zwar die Kosten in die Höhe treibe, aber dazu führen könne, dass der Zweckverband in den Genuss von weiteren Fördermitteln komme, erklärte Pfändner.
2,5 Millionen Euro will der Zweckverband investieren, um die Trinkwasserversorgung zukunftsfähig zu machen. Die Wasserpreise waren bereits stark erhöht worden. Die Grundgebühr beträgt jetzt 60 statt wie bislang fünf Euro. Und der neue Wasserpreis liegt bei 1,60 Euro pro Kubikmeter. Damit wurden die Einnahmen von bislang 170 000 Euro auf 205 000 Euro gesteigert.


Die Härtefallregelung

Bislang stand schon fest, dass die Leitungen saniert und die Hochbehälter mit Strom ausgestattet werden sollen. Doch jetzt will Vorsitzender Günther Pfändner weitere Investitionen an allen fünf Hochbehältern angehen. Der Grund: Wenn die Bürger nicht - wie bislang angenommen - mit 2400 Euro belastet würden, sondern mit mehr als 4100 Euro, würde die Härtefallregelung greifen. Und alle Betroffenen könnten mit Sonderfördermitteln rechnen.
Überschlagsweise kostet die Sanierung jedes einzelnen Hochbehälters zwischen 50 000 und 155 000 Euro. Besonders problematisch allerdings ist der Leesauer Hochbehälter, der dem Stand der Technik nicht mehrentspricht. Das bedeutet: In Leesau müsste ein neuer Hochbehälter gebaut werden (Kosten über 500 000 Euro) oder man verzichtet auf einen Hochbehälter. Dürrschmidt sollte alle Hochbehälter inspizieren und eine Kalkulation ausarbeiten.
Seinen Sachstandsbericht und Lösungsszenarien allerdings gab der Ingenieur hinter verschlossenen Türen ab. "Wir treffen erst eine Entscheidung, dann werden wir diese veröffentlichen", meinte Pfändner.


Bis zu 500 000 Euro Zuschüsse

Fakt ist, dass die Gebührenbescheide erst einmal ausgesetzt werden. "Wir wollen die Bescheide erst verschicken, wenn man sieht, dass was saniert wird", so Pfändner. Voraussichtlich werden erste Kostenbescheide im Februar oder März 2018 fällig werden. Persönlich hofft Pfändner auf Zuschüsse - wegen der Härtefallregelung - in Höhe von weiteren 400 000 bis 500 000 Euro. Diese würden die Mehrinvestitionen, die jetzt getätigt werden sollen, wieder wettmachen.
Kein Problem war bei der Sitzung die Genehmigung des Haushaltes. Aus Wasserverbrauchsgebühren sollen netto 205 000 Euro in den Verwaltungshaushalt fließen. Insgesamt hat dieser ein Volumen in Höhe von 335 000 Euro. Auf der Ausgabenseite stehen 5500 Euro für die ehrenamtliche Tätigkeit des Vorsitzenden, 44 690 Euro Arbeitslöhne und 20 000 Euro Unterhaltungskosten.
Der Vermögenshaushalt ist mit einem Volumen von 505 454 Euro beziffert. Für Tiefbaumaßnahmen sind 130 000 Euro veranschlagt. Außerdem ist eine Kreditaufnahme von 125 000 Euro vorgesehen.
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