Traindorf
Feuerwehr 

Erst der Traktor, dann die Scheune

Bei einer Großübung in Traindorf mussten die Einsatzkräfte gleich mehrere brenzliche Aufgaben meistern.
Artikel einbetten
Bei einer Großübung in Traindorf waren die Einsatzkräfte voll gefordert. Foto: privat
Bei einer Großübung in Traindorf waren die Einsatzkräfte voll gefordert. Foto: privat
Gleich mehrere brenzliche Aufgaben mussten die eingesetzten Feuerwehrleute bei einer großen Übung auf zwei landwirtschaftlichen Anwesen im Marktleugaster Ortsteil Traindorf meistern.
Folgende Alarmierung war bei den Feuerwehren Mannsflur und Marktleugast eingegangen: "Brand einer landwirtschaftlichen Maschine in Traindorf, Mitteiler steht auf der Hauptstraße!"


Fahrer unter Schock

Am Einsatzort sahen die Aktiven einen brennenden Traktor, der höchstens zwei Meter entfernt von einer Scheune stand. Der Fahrer hatte einen Schock erlitten, er lief verzweifelt auf und ab und ermahnte die Wehrleute, doch schneller zu löschen.
Während des Löschangriffs verschwand plötzlich der Traktorfahrer, um in den angrenzenden Scheunen noch sein Hab und Gut zu retten. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz öffnete die erste Scheune. Sofort drang dichter Rauch nach außen. Schnell war klar, dass der Fahrer keine Chance mehr hatte, ohne Hilfe wieder herauszukommen. Der Einsatzleiter, Kommandant Heiko Stäsche von der Feuerwehr Mannsflur, erhöhte sofort die Alarmstufe: "Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens." Erneut heulten Sirenen auf. Diesmal in Kupferberg, Guttenberg, Maierhof, Weidmes und Neuensorg.
Mit Eintreffen der Wehren wurde umgehend eine lange Schlauchstrecke von einem Teich in Tannenwirthaus zum Brandobjekt in Traindorf aufgebaut, denn es war klar, dass sehr viel Wasser zum Löschen erforderlich sein würde.


Mit schwerem Atemschutz

Weitere Trupps rüsteten sich zudem mit schwerem Atemschutz aus und suchten nach dem verschwundenen Fahrer. In der völlig verqualmten Scheune wurden sie fündig. Der Mann wurde ins Freie gebracht und medizinisch versorgt.
Nach eineinhalb Stunden beendete Kreisbrandmeister Yves Wächter die Übung. In der Abschlussbesprechung dankte er den Landwirten, die ihre Objekte zur Verfügung gestellt hatten. "Es ist nicht mehr selbstverständlich, auf fremdem Grund und Boden üben zu dürfen", sagte er. Auch Kreisbrandinspektor Horst Tempel fand lobende Worte. Er bedankte sich bei den Aktiven für die stete Einsatzbereitschaft. kpw
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren