Schule

Die französische Sprache auf spielerische Art und Weise

Das "France Mobil" machte Station an der Maximilian-von-Welsch-Realschule. Die Französin Karen Defour gab dabei den sechsten Klassen einen ersten Einblick i...
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Das "France Mobil" machte Station an der Maximilian-von-Welsch-Realschule. Die Französin Karen Defour gab dabei den sechsten Klassen einen ersten Einblick in die französische Sprache und damit eine Entscheidungshilfe für die anstehende Wahl des Wahlpflichtfachs.
"Je m'appelle Christian. Je viens de Teuschnitz. J'aime le football. Je n'aime pas l'école" - Schon erstaunlich flüssig gehen Christian diese kleinen französischen Sätze über die Lippen - und das, obwohl er vor gerade einmal zehn Minuten erstmals mit der so schönen, wohlklingenden Sprache in Berührung kam. Nun kann er sich schon mit seinem Namen und Wohnort vorstellen und erzählen, dass er Fußball mag, dafür die Schule nicht so sehr.
Die Jungen und Mädchen aus der Klasse 6 g der RS I sitzen an diesem Vormittag in ihrem Klassenzimmer im Stuhlkreis. Dabei werfen sie sich einen gelben Schaumstoff-Würfel reihum zu, solange bis Karen Defour die Musik auf dem Laptop stoppt. Wer da gerade den Würfel in der Hand hat, muss würfeln. Bei einer Eins sagt derjenige seinen Namen, eingeleitet mit "je m'appelle", bei höheren Würfelzahlen kommt noch der Wohnort mit "je viens de" sowie die Vorlieben oder Abneigungen mit "j'aime" beziehungsweise mit "je n'aime pas" hinzu. Dass Christian die Schule - also l'école - nicht leiden mag, ist in diesem Falle nicht ernst gemeint, denn Spaß haben die Sechstklässler bei ihrer kleinen Französisch-Schulstunde offensichtlich jede Menge.
Seit dem Morgen ist die "echte" Französin Karen Defour mit ihrem weißen "France Mobil" an der Schule, um den sechsten Klassen nacheinander im 45-Minuten-Turnus einen ersten Eindruck in die französische Sprache zu vermitteln - inklusive kleiner Rätsel und Wettbewerbe, Musik, Bilder und vor allem viel guter Laune.


Sprach-Spiele

Bei den Sprach-Spielen galt es unter anderem, aus auf dem Boden verteilten kleinen Kärtchen das Bild zu finden, dessen französische Bezeichnung Karen nennt. Mit großem Eifer machen sich die Jungen und Mädchen ans Werk und strahlen wie ein Schneekönig, wenn sie die entsprechende Karte einen Tick schneller als ihre Kontrahenten entdeckt haben. Von Unlust oder gar Hemmungen gegenüber einer unbekannten Sprache keine Spur, was maßgeblich auch der lockeren Art der Französin zu verdanken ist.
Und so stellte so mancher im Verlauf der Schulstunde überrascht fest, wie viel Französisch er doch eigentlich schon verstehen kann. Somit war es für die Schüler und Schülerinnen eine durchaus erfolgreiche und hoffentlich motivierende Begegnung mit dieser lebendigen Sprache, für die sich dann bei der Wahlpflichtfächerwahl entscheiden können.
Dass diese Appetithäppchen "Lust auf mehr" machten, belegten anschließend die Reaktionen der Sechstklässler: "Das hat richtig Spaß gemacht", waren sie sich einig. Einige haben sich fest vorgenommen, diese Sprache zu lernen. Andere wiederum überlegen noch - wie beispielsweise Lea und Lauritz, die es sich aber durchaus vorstellen können. "Es ist auf jeden Fall eine schöne Sprache, die sehr schön klingt", meinen sie.
Begeistert von der Initiative und den motivierten Schülern zeigten sich auch Schulleiterin Christa Bänisch sowie Diana Krause, die sich nach diesem Motivationsschub über ein hohes Interesse am Erlernen der Sprache sehr freuen würden.
Das "France Mobil" wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit dem Institut français Deutschland angeboten und von der Robert-Bosch-Stiftung, Renault Deutschland, dem Deutsch-Französischen Institut (Dfi) Erlangen sowie dem Ernst- Klett-Verlag unterstützt. hs
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