Stefan Wolf ist als Direktkandidat für die FDP im Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg angetreten. Gut 14 Tage nach der Wahl blickt der 25-Jährige aus Gundelsheim im Interview zufrieden auf sein Ergebnis und das seiner Partei.

Was hat Sie im Wahlkampf am meisten gefreut?
Stefan Wolf: Natürlich freut einen das FDP-Ergebnis. Wir haben im Wahlkreis Erst- wie Zweitstimmen mehr als verdoppeln können und zum bundesweit hervorragenden Ergebnis unseren Teil beigetragen. Im Wahlkampf selbst habe ich mich über die Unterstützung gefreut, z.B. von unserem Bezirksvorsitzenden Thomas Nagel - wenn er als Journalist immer meine Pressemitteilungen korrigiert hat.

Und über was haben Sie sich so richtig geärgert?
Über die Nichtberücksichtigung bei Podiumsdiskussionen. Verbände hatten für Podiumsdiskussionen nur die im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen. Das kann man machen, hilft aber der Debattenkultur nicht. Aber das hat sich ja wieder geändert.

Was bedeuten Ihnen die 11 Prozent Erststimmen in Ihrer Heimatgemeinde Gundelsheim?
Das freut mich außerordentlich und ehrt mich sehr. Es stärkt mich in meinem Engagement und es tut gut, wenn Gundesheimer Bürger mich zum Weitermachen ermutigen - auch kommunal.

Die Liberalen könnten bald Teil der Regierung sein. Unter welchen Vorzeichen befürworten Sie eine Jamaika-Koalition?
Die FDP darf nicht die Fehler von 2009 wiederholen und benötigt im Koalitionsvertrag eine liberale Handschrift. Das heißt für mich, dass wir bei unseren Wahlkampfthemen wie Bürgerrechten oder Voranbringen der Digitalisierung unsere Akzente einbringen, durchsetzen müssen und dies auch dementsprechend kommunizieren.

Was sind persönlich Ihre nächsten politischen Ziele?
Für mich ist das politische Dasein ja nicht beendet. Ich bin u.a. weiterhin Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen, nach dem Wahlkampf wende ich mich erstmal wieder der Parteiarbeit zu und den Vorbereitungen auf die Landtagswahl. Unser Ziel ist klar, auch hier den Wiedereinzug der FDP schaffen, für mich dann aus der zweiten Reihe.
Fragen stellte Michael Memmel