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"Das Dorf zu Gast" im Sonnenhaus in Unterleinleiter

"Das ist für unsere Bewohner der Höhepunkt des Jahres", erzählt Michael Sandner, Leiter des Sonnenhauses der Hoecke-Lauermann-Stiftung in Unterleinleiter. D...
Die Pflegerinnen Jana Heilmann (vorne), Maria Stempien (hinten von links), Nadine Knorr und Leiter Michael Sandner freuen sich auf das Herbstfest, für das die Sonnenhaus-Bewohner unter anderem ein Dromedar als Bühnendeko gebaut haben.  Foto: Carmen Schwind
 
von CARMEN SCHWIND
"Das ist für unsere Bewohner der Höhepunkt des Jahres", erzählt Michael Sandner, Leiter des Sonnenhauses der Hoecke-Lauermann-Stiftung in Unterleinleiter. Denn einmal im Jahr findet im Wohnheim für behinderte Menschen das große Herbstfest statt. "Die Bewohner freuen sich unheimlich auf dieses Ereignis, denn bei diesem Fest ist das Dorf bei uns zu Gast", sagt Sandner.
Derzeit bewohnen 60 Menschen die Häuser um das Sonnenhaus. "Sie sind teilweise seit ihrer Jugend bei uns", erzählt der Heimleiter. Das Konzept entstand 1924 in Berlin. 1947 zogen die ersten behinderten Menschen ins Schloss nach Unterleinleiter. "Und seit 1951 sind wir hier oben am Berg", ergänzt Michael Sandner. Zuerst war es ein heilpädagogisches Heim für behinderte Kinder, jetzt ein Heim für behinderte Menschen.
Vor 70 Jahren kamen beispielsweise die Brüder Horst und Robert ins Sonnenhaus. Sie waren in Heidelberg geboren und lebten dann in Berlin. Im Alter von 14 und 15 Jahren kamen sie nach Unterleinleiter. "Ich hab damals angefangen zu arbeiten. Ich hab Holz gesägt", erzählt Robert. Er erinnert sich, dass das Freizeitangebot damals nicht so gut war. Aber jetzt gebe es Ausflüge, Modeschauen oder Pizza-Partys.
"Ich bin ein Eisenbahnfan", sagt Robert und berichtet voller Freude über den Ausflug mit der Dampflok von Ebermannstadt nach Behringersmühle. Er und die anderen Bewohner bereiten seit Wochen mit ihren Pflegern das große Herbstfest vor. In diesem Jahr heißt das Thema "1000 und eine Nacht". Gemeinsam hat man sich für das Motto entschieden und alle dürfen bei den Vorbereitungen helfen.
Besonders das Pflegepersonal engagiert sich sehr für das Gelingen des Festes. Jana Heilmann beispielsweise ist Auszubildende. Sie interessierte sich für die Arbeit mit behinderten Menschen und war im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im Sonnenhaus tätig. Die Arbeit überzeugte sie, sodass sie den Ausbildungsplatz annahm. "Das Stück entsteht mit den Bewohnern zusammen. Da wird es auch Tanzauftritte geben", erzählt Jana Heilmann.
"Die Mitarbeiter machen die Kostüme und die Bühnendeko selbst", berichtet Heilerziehungspflegerin Maria Stempien. Und die Erzieherin Nadine Knorr ergänzt: "Die Betreuer freuen sich ebenfalls sehr auf das Herbstfest." Sie selbst hatte ursprünglich den Beruf der Frisörin gelernt.
"Aber das Sonnenhaus ist so faszinierend und hat mich so magisch angezogen, dass ich hier arbeiten wollte", erzählt Knorr und berichtet weiter, dass Ina Schwalbach durch das Programm führt. Die Gäste sollen sich überraschen lassen.
So viel haben die drei Pflegerinnen aber dann doch noch verraten: Es geht um den Orient, es gibt eine Aufführung mit Tanzeinlagen und eine Bühnendekoration ist ein selbst gebasteltes Dromedar. Es werden Märchen erzählt und es wird um eine Wunderlampe gehen. Für Kinder gibt es Schminken, Spiele und Basteln.


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