Rugendorf

Zufrieden mit erster Bürgersprechstunde

Der Bürger hat das Wort. In diesem Sinn hatte der Rugendorfer Gemeinderat auf Vorschlag von Dritter Bürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Hofmann im März beschl...
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Der Bürger hat das Wort. In diesem Sinn hatte der Rugendorfer Gemeinderat auf Vorschlag von Dritter Bürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Hofmann im März beschlossen, vor jeder Gemeinderatssitzung eine Bürgersprechstunde des gesamten Gemeinderats anzubieten. Die gleiche Anregung hatte danach in Stadtsteinach Knut Espig (SPD) dem dortigen Stadtrat nahegelegt, die vor allem von der CSU-Fraktion abgelehnt wurde; man wollte zunächst die Resonanz in Rugendorf abwarten. Eine halbe Stunde lang war nun der Rugendorfer Gemeinderat am Montagabend vor seiner eigentlichen Sitzung mit Bürgeranregungen beschäftigt.
Er bringe seinen Enkel täglich zu Fuß zum Schulhaus, berichtete ein Großvater, und auf dem Weg sei unmittelbar in ihrer Nähe ein Schneebrett von einem Dach (Dachlawine) auf den Gehweg abgegangen. Wären sie ein paar Meter näher gewesen, hätte dies böse ausgehen können. Er regte deshalb an, Hausbesitzer ohne Schneefanggitter auf ihrem Dach auf diese Gefahr aufmerksam zu machen. - Die Sicherungspflicht, so Geschäftsstellenleiter Florian Puff, obliege generell dem jeweiligen Hausbesitzer, der bei einem Unglücksfall haftbar zu machen wäre. Um einen solchen zu verhindern, würde man aber im Spätherbst allgemein darauf hinweisen und im konkreten Fall den betreffenden Hausbesitzer direkt ansprechen.


Geländer kommt

Der Steg vom Parkplatz am Haus der Jugend zum Sportplatz sei zwar repariert, so die zweite Anregung, allerdings sollte man auch ein Geländer an der anderen Seite anbringen. Das sei schon in Arbeit, sagte Bürgermeister Ralf Holzmann.
An schwierigen Stellen im Ort werde oft geparkt, auch halb auf Gehsteigen, so ein weiterer Hinweis an den Gemeinderat. Ob es nicht sinnvoll sei, gelegentlich den ruhenden Verkehr zu überprüfen, lautete die damit verbundene Frage an den Gemeinderat. Die Polizei könne nach einer konkreten Anzeige aktiv werden, aber man wolle ja niemanden anschwärzen, der sein Auto ohne böse Absicht ungünstig abstellt. Das gleiche gelte auch für Hecken, die zu weit in Gehsteige hineinragen. Die Gemeinde könne für entsprechende Kosten die Parksituation regelmäßig überprüfen lassen, teilte Florian Puff mit. Das müsse aber der Gemeinderat entsprechend beschließen, der sich zu einem solchen Schritt nicht spontan entscheiden wollte. Auch hier will man erst einmal "Wiederholungstäter" direkt ansprechen.
Schließlich gab es noch die Anregung, die künftigen Vorhaben der Gemeinde irgendwo öffentlich zu verkünden. Am besten am gut frequentierten Dorfladen- und Arztpraxis-Areal. Diese Anregung nahm der Gemeinderat gerne an.
Die Räte zeigten sich zufrieden mit der ersten Bürgersprechstunde, denn man werde so auf Kleinigkeiten hingewiesen, die wichtig seien, auf die man aber als Gemeinderat nicht stoße, wenn man nicht gerade daneben wohne. klk
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