Neunkirchen am Brand

Verein für Landschaftspflege lehnt Westumfahrung ab

Die Entscheidung gegen die Planungen der Westumgehung von Neunkirchen am Brand ist gefallen - zumindest für die Mitglieder und Vertreter der Kreisgruppe Erl...
Artikel einbetten
Die Entscheidung gegen die Planungen der Westumgehung von Neunkirchen am Brand ist gefallen - zumindest für die Mitglieder und Vertreter der Kreisgruppe Erlangen-Höchstadt/Forchheim im Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Sie trafen sich mit dem VLAB-Geschäftsführer, um die Stellungnahme zur geplanten Ortsumfahrung im Zuge der Staatsstraße 2243 zu erarbeiten.
Nach mehreren Ortsbegehungen und Gesprächen mit Bauern, Bürgern, Jägern und dem Biberbeauftragten der betroffenen Gemeinden diskutierten die Verantwortlichen der Kreisgruppe und des Landesverbandes die Auswirkungen der geplanten Trasse.
Dabei kamen sie laut Pressemitteilung zu einem eindeutigen Schluss: Nach Abwägung aller Aspekte muss der Artenreichtum und das Landschaftsbild der bisher weitgehend noch intakten, kleinstrukturierten Kulturlandschaft erhalten bleiben: "Der geplante Eingriff in diese gewachsene Kulturlandschaft überschreitet jedes Maß. Diese Planung konterkariert die Bemühungen zur Erhaltung der Biodiversität in Bayern; die zwangsläufig folgende Flurneuordnung wird den Rest erledigen. Es ist schlichtweg ein Irrsinn, der letztendlich auch die Lebensqualität vieler Menschen beeinträchtigen wird", sagt der VLAB-Geschäftsführer und Agrarbiologe Andreas Schmiedinger.
Der Verein wird daher in seiner Stellungnahme die Planungen ablehnen. Denn auch die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen könnten laut VLAB die Auswirkungen dieses Projektes auf die Umwelt nicht im Ansatz beheben.
Die Anliegen der vom Durchgangsverkehr betroffenen Neunkirchener Bürger wiegen nach Ansicht des VLAB nicht den enormen Flächenfraß, den negativen Einfluss auf Flora und Fauna sowie die dramatischen Eingriffe in das Landschaftsbild (Zerschneidung von Feld-, Streuobstwiesen- und Waldgebiet bei Ebersbach) auf.
Der VLAB ist laut Pressemitteilung eine durch den Freistaat anerkannte, landesweit tätige Umwelt- und Naturschutzvereinigung. Der Verein ist demnach politisch und konfessionell neutral und wird nicht durch Lobby-Verbände beeinflusst oder gefördert. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Die Vereinsmitglieder setzen sich aus Naturliebhabern, Naturschutzexperten, Vereinen, Initiativen und Stiftungen zusammen. red
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren