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Selbsthilfe bei Sepsis verbessern

Regionaler Ansprechpartner für Menschen, die an Blutvergiftung erkrankt sind, ist der Langensendelbacher Bernhard Leisgang. Er kann aus eigener Erfahrung Rat geben und Kontakt zum Bundesverband Betroffener vermitteln.
In einem Labor eines medizinischen Forschungszentrums wird eine Blutprobe für einen Gerinnungstest vorbereitet. Sepsis, im Volksmund Blutvergiftung genannt, kostet in Deutschland jährlich rund 60 000 Menschen das Leben. Darauf will die Deutsche Sepsis-Hilfe aufmerksam machen. Foto: Archiv
 
Bernhard Leisgang aus Langensendelbach ist von der Deutschen Sepsis-Hilfe in die Regionalgruppe Franken berufen worden. Der Langensendelbacher ist selbst Betroffener und musste leidvolle Erfahrungen mit dieser Krankheit sammeln.
Eine Blutvergiftung (Sepsis) ist eine schwere, durch Bakterien verursachte Entzündung auf der Haut oder im Körper. Wer eine Blutvergiftung hat, kann innerhalb von wenigen Stunden mit dem Tod ringen. Das liegt daran, dass es keine speziellen Medikamente gegen eine Sepsis gibt, und Antibiotika nur gegen die Krankheit helfen, wenn man den Erreger der Entzündung kennt.


Der Zeitfaktor

Diesen Erreger über eine Blutkultur herauszufinden, beansprucht viel Zeit. Gerade die hat ein Betroffener aber nicht.
Die Deutsche Sepsis-Hilfe hat in ihrer letzten Mitgliederversammlung beschlossen, Regionalgruppen zu gründen, um die Bevölkerung auf die Krankheit und deren Spätfolgen hinzuweisen sowie darüber Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Regionalgruppe ermöglicht den Mitgliedern aus einem Gebiet häufigere Treffen, den Austausch untereinander und sie erleichtert die gezielte Suche nach Gleichgesinnten. "Wir haben in unserer Arbeit festgestellt, dass der Austausch untereinander die größte Hilfe für Betroffene ist", erklärt Leisgang.
Nur wenige Blutvergiftungen, erläutert Bernhard Leisgang, würden auf einer Wunde beruhen, die sich entzündet hat. Selten sehe man den vermeintlich charakteristischen roten Strich auf dem Körper, der Richtung Herz wandert. Mehr als 90 Prozent der Blutvergiftungen haben andere Ursachen und sind aufgrund unspezifischer Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Atemnot und geistiger Benommenheit bei der Anamnese nur schwer erkennbar.
Allein in Franken gibt es 120 000 an Sepsis erkrankte Menschen. Wenn man die Erkrankung im Frühstadium feststellt und die Hausärzte mit einbezieht, bestehen größere Chancen und die Erkrankung ist heilbar.


Startkapital von der DAK

Damit die Öffentlichkeit besser über die Gefahren dieser Krankheit informiert werden kann, überbrachte Gerhard Vogel von der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) Erlangen dem Regionalbeauftragten Bernhard Leisgang ein Startkapital von 460 Euro. Damit ist es nun möglich, das Infomaterial optimal zu präsentieren.
"Ziel der Regionalgruppe ist es, Treffen und Veranstaltungen in ihrem Gebiet zu organisieren", führt Leisgang aus. Sollten Angehörige oder Betroffene Interesse an Veranstaltungen oder Treffen haben, ist die Regionalgruppe per E-Mail unter franken@sepsis-hilfe.org zu erreichen.


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