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Salem bleibt - auch ohne Gästehaus

Die Bruderschaft feiert in Stadtsteinach ihr 60-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm.
Bei einem Pressegespräch machten die Salem-Geschäftsführer Gerhard Lipfert, Samuel Müller und Heiko Weiß deutlich, dass die Schließung des Gästehauses unumgänglich ist. Trotzdem blickt Salem positiv in die Zukunft. Foto: Sonny Adam
 
von SONNY ADAM
Salem international feiert sein 60-jähriges Bestehen. Seit 1969 hat die Bruderschaft ihre Zentrale in den alten Post-Erholungsgebäuden in Stadtsteinach. Auch wenn das Hilfswerk die touristischen Einrichtungen wegen des geplanten Baus der Umgehung schließen möchte, so soll in den Sommermonaten doch gefeiert werden.
"Mit der Schließung des Gästehauses gehen in Stadtsteinach 37 Jahre Pionierarbeit für Gesundheit und Ernährung zu Ende. Das bedeutet jedoch keinesfalls das Ende von Salem in Stadtsteinach", betonte Geschäftsführer Samuel Müller, der bei einem Pressegespräch mit Nachhaltigkeitskoordinator Dirk Schneider und den Geschäftsführern Gerhard Lipfert und Heiko Weiß das Jubiläumsprogramm vorstellte. Auch in Zukunft sollen von Stadtsteinach aus die anderen Salem-Projekte weltweit betreut werden.
"Seit 1980 haben wir uns mit dem Kur- und Gästehausbetrieb in Stadtsteinach für gesunde Lebensweise engagiert - in der Anfangszeit wurden wir oft kritisch beäugt, denn Vollkornbrötchen, vegetarisches Essen und dazu noch eine biologische Ernährungsweise waren zu jener Zeit gedanklich für viele Menschen unvorstellbar", berichtete Müller. Doch jetzt sei der Auftrag erfüllt. "Durch den Lindenhof Salem erhielten viele Menschen den Anstoß zu einer schmackhaften vegetarischen Ernährung", betonte der Sohn des Salem-Gründers.
Das Jubiläumsprogramm beginnt am Freitag um 20 Uhr mit "Clemens Bittlinger in concert". Am 8. Juli gibt es einen Russland-Tag. Ein Höhepunkt ist das Konzert von Professor Michael Grube im Lindenhof. Es findet am 16. Juli um 19.30 Uhr statt. "Es wird das letzte Konzert auf der Amati-Geige im Lindenhof sein", so Müller.
Am 22. und 23. Juli ist ein Afrika-Wochenende geplant. Im September gibt es ein Treffen ehemaliger Schüler, und im Herbst wird das Jubiläumsjahr mit einem Kinderprogramm abgeschlossen.


Was wird aus dem Gebäude?

Nach diesen Feierlichkeiten und der Schließung des Gästehauses möchte sich Salem auf seine eigentlichen Aufgaben besinnen. "Wir wissen noch nicht, was wir mit den Gebäuden machen werden. Das muss sich noch finden", sagte Samuel Müller bei der Pressekonferenz. Und noch einen Kommentar konnte er sich nicht verkneifen: "Die Umweltzerstörung durch den Bau der Straße schmerzt mich sehr. Aber wir haben alles getan, um die Umgehungsstraße zu verhindern. Jetzt müssen wir den Mehrheitsentschluss akzeptieren", erklärte er.
Auch Vertreter von Pro Stadtsteinach sowie die Schauspielerin und Friedens-Aktivistin Barbara Rütting waren bei der Pressekonferenz zugegen und machten Müller Mut. "Wir sind auch kräftemäßig am Ende, wir können nicht weiter an der Sache dranbleiben. Aber wir sehen positiv in die Zukunft. Wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf", stellte Müller fest.


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