Stadtsteinach

Russische Bilder auf Deutschlandreise

Stadtsteinach — Ein großartiges Kunstprojekt hat am vergangenen Freitag, seinen Abschluss im Lindenhof Salem gefunden. Begonnen hat es im Sommer 2014, als in Salem-Russland die ers...
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Bilder der Ausstellung Foto: Mirjam Klötzert
Bilder der Ausstellung Foto: Mirjam Klötzert
Stadtsteinach — Ein großartiges Kunstprojekt hat am vergangenen Freitag, seinen Abschluss im Lindenhof Salem gefunden. Begonnen hat es im Sommer 2014, als in Salem-Russland die erste "internationale Freilichtmalerei" stattfand. Sechs Künstler aus Deutschland, Litauen und Russland kamen dort zusammen, um gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten. Der Erlös soll zur Errichtung einer Tagesstätte für behinderte Kinder beitragen.
In diesem Jahr wurden die Gemälde bereits zum Tag der offenen Tür in Salem-Kovahl (Niedersachsen) so wie zum Sommerfest in Salem-Höchheim (Unterfranken) ausgestellt. Die Besucher der Veranstaltungen hatten jeweils die Möglichkeit, Gebote auf die Bilder abzugeben, um sie zu ersteigern. Das krönende Finale fand jetzt im Lindenhof in Stadtsteinach statt. Anlässlich eines zeitgleichen Treffens von Salem-Freunden aus aller Welt waren viele internationale Besucher anwesend.
Lubov Pokolaeva, Vorsitzende des Kuratoriums Fonds Salem Rus, schilderte eindrucksvoll, wie sie vor vielen Jahren Gottfried Müller kennengelernt hat und so zu Salem kam. Sie war auch damals schon im sozialen Bereich im Gebiet Kaliningrad tätig und maßgeblich an der Entstehung des Salem-Dorfes "Raduga" (Regenbogen) beteiligt. Auch heute ist sie immer noch mit Herz und Seele dabei. Sie erzählte gerne über die Haupttätigkeitsbereiche im Dorf, nämlich der Betreuung von Behinderten, alten Menschen und Waisen.
Anna Engel, die seit acht Jahren die Dorfleitung in Russland innehat, wollte damals aus gesundheitlichen Gründen einen Job mit weniger Stress. Augenzwinkernd erzählte sie, dass sie den bei Salem zwar nicht gefunden hat, aber die Arbeit mit den Menschen im Dorf macht sie sehr glücklich. Sie führte weiter aus, dass die Künstler am russischen Kindertag, 1. Juni, zusammenkamen und ihre Werke gespendet haben.
Die Künstlerin Jevgenja Osyka betreute die Bilder auf ihrer Reise durch Deutschland. Viktoria Engel organisierte die Ausstellung und die dazugehörende Verlosung. Am Ende kamen über 2000 Euro für ein neues Gebäude zusammen. Das Projekt wird fortgesetzt. red

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