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Reagieren auf den Wandel: Bevölkerung wird weniger, älter und bunter

von unserem Redaktionsmitglied  Sabine Memmel Erlangen-Höchstadt — Weniger, älter und bunter - mit diesen drei Worten beschreibt Diplom-Geograf Markus Neufeld die zukünftige Bevölk...
 
von SABINE MEMMEL
von unserem Redaktionsmitglied 
Sabine Memmel

Erlangen-Höchstadt — Weniger, älter und bunter - mit diesen drei Worten beschreibt Diplom-Geograf Markus Neufeld die zukünftige Bevölkerung im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Bei der Kreistagssitzung am vergangenen Freitag stellte er die Ergebnisse der vier Regionalkonferenzen vor, bei der sich Vertreter der kommunalen Ebene und Fachexperten des Landratsamts trafen, um gemeinsam Strategien für den demografischen Wandel zu entwickeln.
"Die demographische Entwicklung ist positiv. Bevölkerungsverluste gibt es nur in einzelnen Gebieten", sagt Neufeld. Der Landkreis profitiert von der hohen Arbeitsplatzzentralität in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Herzogenaurach. Geburtendefizite werden durch Zuzüge aus dem regionalen Umfeld oder aus anderen Regionen Deutschlands wieder ausgeglichen. Im Jahr 2030 werden laut Neufeld in 16 der 25 Gemeinden sogar mehr Menschen leben, als es noch 2011 der Fall war. Die Bevölkerung im Landkreis soll demnach um 3300 Menschen wachsen.


Flüchtlinge gewinnen an Relevanz

Der Anteil der Älteren wird allerdings größtenteils zunehmen, das Durchschnittsalter steigt. "Ein neues Baugebiet kann diese Prognose in einer Gemeinde aber wieder komplett nichtig machen", erklärt Neufeld. Gemeinden im westlichen Landkreis, wie Vestenbergsgreuth, Wachenroth, Weisendorf und Oberreichenbach sind dagegen vergleichsweise jung. Hier wurden Neubaugebiete teilweise erst später ausgewiesen als beispielsweise in Marloffstein und Uttenreuth.
Die Zahl der Grundschüler geht dagegen allgemein zurück. Durchschnittlich kann man sagen, dass der Landkreis in den letzten fünf Jahren jedes Jahr 140 Grundschüler verlor. "Das sind bei einer Klassengröße von 20 Schülern sieben Klassen", meint Neufeld.
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund wird ihm zufolge deutlich zunehmen und die Gesellschaft vielfältiger machen. Asylbewerber, die derzeit in den Landkreis flüchten und aufgenommen werden, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. "Das ganze Thema wird aber deutlich an Relevanz zunehmen", sagt Neufeld.
Bei den Regionalkonferenzen wurden an verschiedenen Thementischen Prioritäten- und To-Do-Listen erstellt, um auf die demografische Entwicklung zu reagieren. Besonders häufig genannt wurde laut Neufeld die Verbesserung des ÖPNV und die Einrichtung eines Dorfbusses, wie es ihn bereits in Mühlhausen gibt.
Auch die Willkommenskultur soll mithilfe eines "Café international", der Einrichtung eines Neubürgerstammtisches oder eines Workshops gepflegt werden. Mehrfach gewünscht wurde außerdem ein Dorfladen. "Das Ganze ist jetzt nicht beendet. Das ist eine auf Dauer angelegte Aktion, bei dir wir Gemeinden animieren wollen mitzumachen", betonte Landrat Alexander Tritthart (CSU).


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