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Orchester, Chor und fünf Solisten


Autor: Katharina Müller-Sanke

Burghaig, Montag, 28. November 2016

Das Kulmbacher Kammerorchester lädt am 18. Dezember wieder zu zwei Aufführungen ein.
Das Kulmbacher Kammerorchester unter der Leitung von Thomas Grünke, hier bei seinem Auftritt beim Konzertabend zum 50-jährigen Bestehen der städtischen Musikschule Kulmbach Foto: Archiv / Sonny Adam


Katharina Müller-Sanke

Das Konzert im Advent des Kulmbacher Kammerorchesters ist jedes Jahr ein Besuchermagnet. Das Orchester holt sich dazu jeweils einen Chor und diverse Solisten zur Unterstützung, um einen großen und festlichen Klang zu erzeugen.
Seitdem Thomas Grünke dem Orchester vorsteht, wirkt auch der St.-Johannes-Chor aus Trebgast mit, und das wird am vierten Adventssonntag auch wieder so sein.
Eine der Solistinnen, Marion Schmid (Sopran) aus Kasendorf, ist den Anhängern des Kammerorchesters ebenfalls aus diversen Konzerten bekannt. Melina Meschkat (Alt) lebt als freiberufliche Sängerin in Saarbrücken und kommt extra nach Kulmbach. James Clark (Tenor) ist ein in New York ausgebildeter Opernsänger und Geiger. Nach einem langjährigen Engagement als Solist an der New-York-City-Opera kam Clark 1991 nach Deutschland. Heute lebt er in Hof. Bassbariton Tobias B. Freund schließlich ist Diplom-Sänger für Oper, Oratorium und Lied und stammt aus Franken.


In Burghaig und in der ULF

Das Konzert im Advent sind genau genommen zwei Veranstaltungen. Beide finden am Sonntag, 18. Dezember, statt. Zunächst wird um 16 Uhr in der Johanneskirche Kulmbach-Burghaig gespielt. Das Konzert wird dann um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche Unsere Liebe Frau wiederholt.
Das Programm besteht fast ausschließlich aus Barockstücken - mit Ausnahme von John Rutters "Christmas Lullaby", eines klassisch komponierten Stücks eines zeitgenössischen Autors. Dieses hatte der Trebgaster Chor, dessen Dirigent Grünke ebenfalls ist, für den ersten Advent geprobt. Weil das Ensemble die Melodie so gerne hat, kam schnell der Wunsch auf, das Werk auch beim Kammerorchesterkonzert zu spielen. Da gab es nur ein Problem: Rutter hatte es für Orgel und Chor geschrieben, nicht für Orchester. Also tat Grünke, was getan werden musste: Er schrieb das Stück für Orchester und Chor um. Das Ergebnis wird am vierten Advent zu hören sein.
Die weiteren Stücke sind dem Barock zuzuweisen. Carl Philipp Emanuel Bachs "Magnificat" wird ebenso ertönen wie die eingängige und wunderschöne Arie "Oh Du die Wonne verkündet in Zion" aus dem Händel'schen "Messias". Auch Bach darf in einem Barockkonzert nicht fehlen. Von ihm wird die Orchester-Suite D-Dur für Trompeten, Oboen, Pauke und Streicher präsentiert.
Die von Arnold Melchior Brunckhorst vertonte Weihnachtsgeschichte bildet den krönenden Abschluss. Hier stehen alle Solisten und Bläser und natürlich Chor und Orchester gemeinsam auf der Bühne.