Tschirn

"Ohne Franz läuft nichts"

Tschirn — Franz Holzmann zählt seit einigen Jahren zu den Aktivposten der Freiwilligen Feuerwehr Tschirn. In der Jahreshauptversammlung wurde er für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdiens...
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Franz Holzmann (links) wurde von stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder (Mitte) und Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich Müller geehrt.  Foto: Michael Wunder
Franz Holzmann (links) wurde von stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder (Mitte) und Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich Müller geehrt. Foto: Michael Wunder
Tschirn — Franz Holzmann zählt seit einigen Jahren zu den Aktivposten der Freiwilligen Feuerwehr Tschirn. In der Jahreshauptversammlung wurde er für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Staatlichen Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. "Mit den Ehrungen, merkt man, dass mal älter wird", sagte der Maschinenführer lächelnd. Er gehört seit der Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 1989 der Hilfsorganisation an. Zwei Jahre später trat der 41-Jährige der aktiven Mannschaft bei.

Verdienste

Franz Holzmann steht seit Beginn seiner aktiven Zeit als Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Maschinisten- und Truppführerlehrgang folgten. Vor zwei Jahren absolvierte er dann auch noch den Gruppenführer- und Gerätewartlehrgang. Schließlich wurde er auch zum stellvertretenden Kommandanten gewählt und legte auch die Prüfung zum "Leiter einer Feuerwehr" ab. Wesentliche Verdienste hat sich der Geehrte auch beim Anbau des Feuerwehrgerätehauses erworben.
Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder, der die Ehrung vornahm, führte aus, dass der Freistaat Bayern mit den Ehrungen auch die stetige Einsatzbereitschaft der Wehrmänner anerkennt. "Die Feuerwehren haben einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft, und die Leistungen der Wehrleute müssen auch entsprechend gewürdigt werden", sagte Wunder. Er dankte deshalb für den jahrzehntelangen Einsatz und überreichte zusammen mit Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich Müller das Ehrenzeichen mit Urkunde.

Helfer in diversen Lebenslagen

Zuvor blickte Vorsitzender Günter Böhnlein auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Insbesondere hob er den Geehrten Franz Holzmann für sein unermüdliches Schaffen am Feuerwehrgerätehaus, welches zu einem Schmuckstück geworden ist, hervor. Er überreichte dem "Multitalent" eine Schirmmütze mit der Aufschrift "Ohne Franz läuft nichts". Die Feuerwehr sei wieder Helfer in den verschiedensten Lebenslagen gewesen, sagte Böhnlein.
Als Höhepunkt des vergangenen Jahres bezeichnete er die Weihe des Feuerwehrhausanbaues und die Segnung des neuen Löschfahrzeugs. Verbunden waren mit dem Fest auch das 25- jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr sowie der erste Kinderfeuerwehrtag des Landkreises. Trotz gewaltiger Investitionen der Wehr habe man in den vergangenen Jahren einiges gespart. Nunmehr stehe die seit längeren geplante Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeugs an. Der Verwaltungsrat habe deshalb einstimmig beschlossen, 20 000 Euro für die Mitfinanzierung dieses Fahrzeugs aus Vereinsmitteln zur Verfügung zu stellen. Weiterhin werde man einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 10 300 Euro erhalten. Der Rest werde durch Sponsoren und die Gemeinde getragen. Ziel ist es, das Fahrzeug im Sommer in Betrieb nehmen zu können.
Um für die Zukunft wieder etwas finanziellen Spielraum zu bekommen, wurde der Jahresbeitrag von sechs auf zehn Euro erhöht. Bei einer Gegenstimme von Michael Renk, der die Erhöhung aufgrund der Kassenlage nicht als erforderlich ansah, wurde die von der Vereinsführung angeregte Anpassung des Mitgliedsbeitrags schließlich beschlossen.
Für den erkrankten Kommandanten Harald Schnappauf ging sein Stellvertreter Michael Schnappauf auf die Aktivitäten der 33 Wehrmänner, davon acht Atemschutzgeräteträger, ein. Die Einsätze beschränkten sich zum großen Teil auf Verkehrssicherungsmaßnahmen. Gerufen wurde man auch zu vier Brandeinsätzen, wobei auch zweimal Kaminbrände gelöscht werden mussten.
Bürgermeister Peter Klinger sagte, dass man immer zwischen Ausrüstung der Feuerwehr und Vereinsarbeit differenzieren müsse. Er dankte der Wehr für die Zusage, das neue Mannschaftsfahrzeug mit 20 000 Euro mit zu finanzieren. Der Gemeinde, die in den vergangenen Jahren rund 250 000 Euro in den Feuerschutz investiert habe, werde dadurch viel Geld gespart. miw

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