Altendorf

Niklas Rhein soll das ILE-Konzept mit Leben füllen

Im Juni 2015 haben sich die Kommunen Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf zur Integrierten Ländlichen Entwicklung "Regnitz-Aisch" (ILE) zusamme...
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Niklas Rhein, der neue ILE-Manager, in seinem Büro im Altendorfer Bürgerhaus Foto: spö
Niklas Rhein, der neue ILE-Manager, in seinem Büro im Altendorfer Bürgerhaus Foto: spö
Im Juni 2015 haben sich die Kommunen Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf zur Integrierten Ländlichen Entwicklung "Regnitz-Aisch" (ILE) zusammengeschlossen. Mittlerweile wurde ein umfangreiches Konzept (ILEK) erarbeitet und verabschiedet. Nun muss es an die Umsetzung gehen. Dafür wurde der Verein "Allianz Regnitz-Aisch" gegründet, bei dem die jeweiligen Bürgermeister und ihre Stellvertreter Mitglied sind. Bei einer Ratssitzung aller vier beteiligter Kommunen konnte der neue ILE-Manager schon vorgestellt werden.
Niklas Rhein, studierte Geograf aus Bamberg, wurde ausgewählt, das Konzept mit Leben zu erfüllen. Die nächsten sieben Jahre, denn so lange kann die Stelle zu drei Vierteln durch das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden, wird das Entwicklungskonzept zum Leitfaden seiner Arbeit werden.
Bereits im Vorfeld wurden vier Ziele ausgewählt, die bevorzugt behandelt werden sollen. Neben der Etablierung eines Allianzmanagements, Plänen für einen naturnahen Gewässerausbau, natürlicher Rückhaltung und Hochwasserschutz ist es insbesondere das gemeinsames Flächenmanagement mit web-basierte Leerstandsvermarktung und die Erstellung eines Kernwegekonzepts das es gilt umzusetzen.
Auf den neuen ILE-Manager warten viele verschiedene Aufgaben und sicherlich wird es nicht immer leicht sein, allen Kommunen und insbesondere ihren Gemeindeoberhäuptern, gerecht zu werden.


Schon Erfahrung gesammelt

Doch Niklas Rhein kann bereits auf Berufserfahrung in diesem Bereich zurückgreifen, war er doch schon als ILE-Manager für die Allianz "Hofheimer-Land", im Norden des Landkreises Haßberge, tätig. Sicherlich wird der Allianz-Manger bei Schwierigkeiten auch manchmal Wogen glätten müssen, so Rhein, doch ist er sich sicher, dass es den hier beteiligten Bürgermeistern ganz wichtig ist, "die gesamte Region weiterzuentwickeln".
Viele Themen werden ihn in der nächsten Zeit beschäftigen. Da ist zum einen das Thema Flächenmanagement und wie man mit dem Leerstand in vielen Altorten umgehen kann. Ein kommunales Förderprogramm könnte Interessierte für die Sanierung solcher Gebäude gewinnen helfen. Oftmals hilft auch schon eine kostenlose Architektenberatung. Damit hat er schon gute Erfahrungen im Hofheimer Land gemacht. Darüber hinaus sieht Niklas Rhein ein spannendes Betätigungsfeld im Bereich Tourismus und Marketing. Eine "Marke Regnitz-Aisch" soll entstehen und gerade wird ein eigenes Logo entwickelt. Später sollen noch eine Homepage und ein eigener Facebook-Auftritt dazu kommen.
Über ein "Allianz-Blatt" wird bereits nachgedacht, um die Bevölkerung regelmäßig über Projekte auf dem Laufenden zu halten. Ein Bierkellerführer würde sich anbieten, aber auch andere touristische Projekte könnten initiiert werden. Vorstellbar wäre auch der Ausbau von Infrastrukturmaßnahmen für E-Bikes, da das Thema Elektromobilität ganz oben auf der Prioritätenliste der Allianz steht. Nicht immer werden Ergebnisse gleich sichtbar sein. Jedoch schafft zum Beispiel eine enge Zusammenarbeit der kommunalen Verwaltung oder ein gemeinsamer Maschinenpool der Bauhöfe sehr schnell Einsparungen, die dann allen Kommunen zu Gute kommen.
Das Büro des Allianz-Managers befindet sich im Bürgerhaus in Altendorf. Er freut sich, wenn Bürger oder Vereine aus dem Allianz-Gebiet mit einer Projektidee an ihn herantreten und ist dann gerne bereit, bei der Akquise von Fördermitteln behilflich zu sein. Niklas Rhein ist sich bewusst, dass viele Erwartungen in seine Arbeit gesetzt werden. Diese könnten aber nur Schritt für Schritt umgesetzt werden und besonders die Zusammenarbeit mit Behörden und Ämtern braucht seine Zeit. Dennoch müssen die Menschen mitgenommen werden, da ist der ILE-Manger sicher, "sonst ist die Akzeptanz für oft auch langfristige Projekte nicht vorhanden".
Zurzeit ist er viel unterwegs im Allianz-Gebiet und hat schon die ersten, oft nicht einfachen Abstimmungsgespräche zum geplanten Kernwegenetz begleitet.
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