Nordhalben

Neues Holzkreuz für hingerichteten Soldaten

Zum Gedenken an die nicht gerechtfertigte Hinrichtung des österreichischen Soldaten Willibald Frischmann wurde an der Fichtera ein neues Holzkreuz angebrach...
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Pfarrer Richard F. Reis segnete das schlichte Holzkreuz an der Fichtera. Mit im Bild (v.l.) Kreisheimatpfleger Hans Blinzler, Bürgermeister Michael Pöhnlein sowie Silvia Pöhnlein und Albert Färber von der evangelischen Kirche.  Foto: Michael Wunder
Pfarrer Richard F. Reis segnete das schlichte Holzkreuz an der Fichtera. Mit im Bild (v.l.) Kreisheimatpfleger Hans Blinzler, Bürgermeister Michael Pöhnlein sowie Silvia Pöhnlein und Albert Färber von der evangelischen Kirche. Foto: Michael Wunder
Zum Gedenken an die nicht gerechtfertigte Hinrichtung des österreichischen Soldaten Willibald Frischmann wurde an der Fichtera ein neues Holzkreuz angebracht. Bis zum Ausbau der Skiabfahrt hatte rund 300 Meter unterhalb des jetzigen Standorts bereits ein Kreuz an einen Baum auf das schreckliche Ereignis aufmerksam gemacht.
Horst Mohr, ein gebürtiger Nordhalbener, griff die Angelegenheit in jüngster Zeit wieder auf, daraufhin hat der Gemeinderat diese Vorgehensweise beschlossen.
Man folgte damit dem Vorschlag des Kreisheimatpflegers Hans Blinzler, der sich bereits im vergangenen Jahr für eine schlichte Erinnerungsstelle ausgesprochen hatte. In Anlehnung an das Vorgehen der Stadt Kronach im Fall Herbert Susel/Standgericht Helm am Breitenloher Berg wurde nunmehr an der Fichtera in der Nähe der Tötungshandlung ein Holzkreuz an einer Birke angebracht.
Pfarrer Richard Reis, der bei der Gedenkfeier den Segen spendete, meinte, dass man entgegnen des allgemeinen Trends, Kreuze abzuschaffen, hier ein Neues geschaffen hat. Christen dürften Unrecht nicht verschweigen und müssten das Unrecht ins Gebet mitnehmen. Das Kreuz solle als Symbol des Mahnens stehen, es dürfe nie wieder gegenseitige Angriffe geben. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) wies auf die Hinrichtung und die Sinnlosigkeit vom April 1945 hin. Der ehemalige Nordhalbener Horst Mohr stellte im Anschluss seine umfangreichen Recherchen zum Fall Willibald Frischmann im nahe gelegenen "Fechterawäddshaus" vor.

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