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Naturschutz ad absurdum

Leserbrief zum Artikel "Bund Naturschutz stuft Schutz der Wildkatze höher als Windräder" am 10. November: Der Artikel löst zunächst Verwunderung aus. Auch n...
 
Leserbrief zum Artikel "Bund Naturschutz stuft Schutz der Wildkatze höher als Windräder" am 10. November:

Der Artikel löst zunächst Verwunderung aus. Auch nach dem zweiten Lesen reibt man sich ungläubig die Augen. Gibt deren Vorsitzender, Herr Mandery, doch an, am 1. Mai wäre im Vorstand des BUND die Entscheidung getroffen worden, sich wegen der Wildkatze gegen Windräder am Tonberg zu positionieren. Dies wäre am 2. Mai per Vorstandsbeschluss von der BN-Kreisgruppe und Ortsgruppe Ebern übernommen worden.
Wie soll man sich erklären, dass am 9. Juni 2016, in jener entscheidenden Stadtratssitzung in Ebern, ausgerechnet ein Vertreter des Bundes Naturschutz, Dr. Barthel, einen Vortrag hielt und sich in keiner Weise gegen, sondern für die Errichtung der Windräder am Tonberg aussprach? Sinngemäß wurde von ihm ausgeführt: Die Wildkatze wird sich an die Windräder gewöhnen, ebenso wie das im Wald lebende Wild. Auch vor dem 9. Juni 2016 erschien vom BN Ebern keine ablehnende Stellungnahme, wie es längst von der Öffentlichkeit erwartet worden wäre. Wie passt dies für Herrn Mandery zusammen?
Jetzt das Bild in der Öffentlichkeit erzeugen zu wollen, man hätte sich doch von Beginn an gegen die Windräder am Tonberg positioniert, damit will man nun die Öffentlichkeit regelrecht für dumm verkaufen. Daneben werden Personen, die sich gegen den Bau der Windräder am Tonberg aus guten Gründen frühzeitig positioniert haben, zu Atomkraftbefürwortern erklärt. Und weiter noch, diese Personen werden zu "vermeintlichen Bewahrern unserer schönen Landschaft" degradiert. Vermeintliche Bewahrer der schönen Landschaft sind aus meiner Sicht dagegen Leute wie Mandery.
Wer wertvolle, artenreiche und für Mensch und Tier wichtige Landschaften bereit ist, einem mehr als zweifelhaften Beitrag zum Klimaschutz zu opfern, und genau das hat Mandery am 9. Juni 2016 in Ebern rübergebracht, der führt den Sinn des Naturschutzes ad absurdum.
Dabei noch diejenigen in den Schmutz ziehen zu wollen, die sich engagiert um den Erhalt der wertvollen Natur bemüht haben und diesen geplanten, riesigen Eingriff Gott sei Dank stoppen konnten, ist inakzeptabel.

Ralph Bremicker
Kirchlauter


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