Adelsdorf

MGV wächst weiter

Die Jahreshauptversammlung des MGV Adelsdorf fand im Vereinslokal "Gasthof zur Post" statt. Neben dem Jahresrückblick standen Ehrungen und die Diskussion um...
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Alle Geehrten des MGV Adelsdorf Fotos: Johanna Blum
Alle Geehrten des MGV Adelsdorf Fotos: Johanna Blum
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Die Jahreshauptversammlung des MGV Adelsdorf fand im Vereinslokal "Gasthof zur Post" statt. Neben dem Jahresrückblick standen Ehrungen und die Diskussion um eine Beitragserhöhung auf dem Programm.
Barbara Martin, Sprecherin des Geschäftsführenden Vorstandes, ließ die vielen erfolgreichen Aktivitäten wie das "Rudelsingen", die Weinfahrt nach Escherndorf, das Chorwochen-ende auf Schloss Schney, die Weihnachtsfeier und mehr Revue passieren. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) sprach dem Verein auch im Namen der Gemeinde großen Dank aus: "Es ist Wahnsinn, was ihr leistet. Euer Verein ist ein wichtiger Kulturträger in Adelsdorf!"


Beitragserhöhung um zehn Euro

Der MGV leidet im Gegensatz zu anderen Chören oder Vereinen nicht an Mitgliederschwund. Hier ist eher das Gegenteil der Fall. Mit den fünf Neuzugängen 2017 sind es stolze 312 Mitglieder. Die bestens geführte Kasse der Schatzmeisterin Doris Kratz zeigte zwar ein Minus auf, aber Kassenprüfer Willi Staudigel konnte unbesorgt um die Entlastung der Vorstandschaft sowie der Schatzmeisterin bitten, was einstimmig erfolgte. Schon länger stand eine Beitragserhöhung im Raum, denn seit einiger Zeit seien durch die allgemeine Teuerung die Ausgaben höher als die Einnahmen und nur durch Einnahmen beim Dorffest und beim Rudelsingen und durch einen Griff in die Reservekasse konnte man den Verlust bis jetzt relativ gut ausgleichen. Reserven seien jedoch wichtig für größere Anschaffungen und sollten nicht unbedacht ausgegeben werden. Die 15 Euro Mitgliedsbeitrag reichten einfach nicht mehr. Von diesem Betrag gehen bereits 11,50 Euro an Sängerbund und Sängerkreis. Einstimmig wurde die Beitragserhöhung ab 2018 auf 25 Euro beschlossen.
Die beiden engagierten Chorleiter Claus Keller (Gemischter Chor) und Yves Boutelant (Songgruppe) zeigten sich mit ihren Sängern sehr zufrieden und konnten von vielen Aktivitäten berichten wie Ständchen, dem Singen an Josefi, dem Chorwochenende in Schloss Schney, Teilnahme an der Lichterkette und mehr. Von Bach bis zu den Beatles stehe alles auf dem Programm.
Rudolf Kießling, seit 2012 Ehrenchorleiter, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt und er erzählte ein bisschen von früher: "Auf Initiative meines Vaters, der Jahrzehnte lang Schriftführer im MGV und Gruppenvorsitzender der Sängergruppe Höchstadt war, bin ich damals gemeinsam mit meinen Schulkameraden Willi Willert und Reinhard Nagengast in den MGV eingetreten - und bis heute habe ich es nicht bereut. Chorleiter war Hans Lessig. Die Singstunde fand am Samstag statt, was man sich heute nicht mehr vorstellen könnte. Ab 19 Uhr kartelten wir zusammen Schafkopf und nach dem Singen ging's oft bis Mitternacht weiter. Auf Chorleiter Lessig folgte Günther Wachter, bei dem ich noch bis zu dessen Ausscheiden 1990 im Bass sang. Einige Männer des gemischten Chores wollten wieder einen Männerchor ins Leben rufen und diese Bitte erfüllte ich gerne. Im Jahr 1984 feierten wir die Wiedergeburt des Männerchores, den es ja schon früher einmal gegeben hatte. Viele neue Sänger traten damals in den MGV ein. Heute ist der Männerchor als Projektchor in der Christmette fast schon Kult. Da es mit Wachters Gesundheit nicht gut stand, sprang ich gerne ab und zu für ihn ein. So bin ich peu à peu in dieses Amt hineingewachsen. 1991 habe ich den Gemischten Chor übernommen und mit viel Herzblut geleitet. Ab da war es mein Chor und ich bin in dieser Aufgabe voll und ganz aufgegangen. Gerne erinnere ich mich noch an den Ausflug des Männerchores 1993 nach Arnstadt in Thüringen. Seit dieser Zeit geht der gesamte MGV im zweijährigen Turnus auf Reisen und im Jahr dazwischen findet stets das Frühlings- bzw. Herbstsingen statt."
"Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich ab 2006 die Chorleitung nicht mehr so ausführen, wie ich mir das vorstellte", erzählt Kießling weiter. "Deshalb musste ich einen Schnitt machen. In der Anfangszeit war es schon gewöhnungsbedürftig, wieder als ,normaler' Sänger im Chor mitzuwirken. Ich habe jedoch damals für den Gemischten Chor mit Claus Keller einen jungen, dynamischen und kompetenten Nachfolger gefunden, der ja jetzt den Chor schon zehn Jahre sehr erfolgreich leitet. Heute bin ich immer noch mit dem Verein eng verbunden. Wenn es möglich ist, besuche ich gerne am Donnerstag die Singstunde. Der Fall vom Chorleiter zum Sänger war ja nicht so tief, denn ich singe in der ,Königsstimme' - im Tenor."
Erwin Fröhlich, Ehrenmitglied, erzählte ebenfalls aus seiner Anfangszeit vor 65 Jahren: "Damals musste man noch eine charakterliche Aufnahmeprüfung machen, aber ich wurde mit Handkuss genommen, weil ich ein guter Geiger war. Für die vielen Operettenaufführungen brauchte man eben ein kleines Orchester." In diesem Jahr sind Ständerla, Gottesdienstumrahmungen wie an Josefi und Weihnachten, ein Chorwochenende, ein Chorausflug und mehr angedacht. Für das Frühlingssingen am 19.März um 17 Uhr in der Aischgrundhalle sind die Sänger schon bestens gerüstet und das Thema ist vielversprechend: "Männer mag man eben!"
Markus Stubenvoll vom Geschäftsführenden Vorstand freute sich am Ende der Sitzung, die Mitglieder für langjährige aktive und passive Vereinszugehörigkeit zu ehren. Geehrt wurden für zehn Jahre (aktiv) Renate Albrecht, Angelika Feiler, Christa Höhme, Claus Keller (Chorleiter), Christa Lingner, Renate Reder, für 25 Jahre (aktiv) Gabriele Mönius, Uschi Würschinger, (passiv) Andrea Dittrich, Georg Nagengast, für 50 Jahre (aktiv) Rudolf Kießling, Wilhelm Willert, (passiv) Reinhard Nagengast, für 65 Jahre (passiv)
Erwin Fröhlich.
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