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Kontinuität und Veränderungen

Die Unternehmensgruppe muss sich wandeln, um im härteren Wettbewerb bestehen zu können. Albert Klein ruft als Sprecher der Geschäftsführung aber auch die Philosophie des Firmengründers Friedrich Baur in Erinnerung.
Der Neujahrsempfang, der 2006 zum ersten Mal stattfand, soll die Verbundenheit des Unternehmens Baur, größter Arbeitgeber im Landkreis Lichtenfels, mit seiner Heimatregion unterstreichen. Man kommt dabei mit Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, aus Politik und Wirtschaft ins Gespräch. Dieses Mal empfing Albert Klein (l.), Sprecher der Geschäftsführung, in Kloster Banz den Bayerischen Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder (r.). Foto: Matthias Hoch
 
Die Baur-Gruppe muss sich verändern, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Diese Botschaft stellte Albert Klein, der Sprecher der Geschäftsführung, noch vor die positiven Zahlen, die er beim Neujahrsempfang am Donnerstagabend im Kaisersaal von Kloster Banz präsentierte. Am Ende des Geschäftsjahres 2015/16 im Februar werde die Unternehmensgruppe den Vorjahresumsatz von 674 Millionen Euro um rund drei Prozent übertreffen. Dieser Erfolg war für Klein Anlass, den rund 4000 Mitarbeitern für ihren Einsatz zu danken. Die Baur-Gruppe habe sich einmal mehr als zuverlässige Säule des Otto-Konzerns erwiesen, dem sie seit 2007 angehört. Die verantwortlichen Vorstände aus Hamburg wohnten entgegen bisheriger Gepflogenheit heuer nicht persönlich der Veranstaltung bei. Wegen der aktuellen IT-Umstellung sind sie unabkömmlich, wie es hieß. So blieb es Klein, namens des Konzern-Vorstandes Alexander Birken anerkennende Worte zu übermitteln: In den Geschäftsbereichen am Obermain werde ausgezeichnete Arbeit geleistet.
"Wir sind ein wichtiger und ein sehr lebendiger Teil unserer Region", unterstrich Albert Klein. Der Gegenwind für Baur werde allerdings stärker. Immer mehr Händler entdeckten E-Commerce als ein lukratives Standbein. Klein sprach von einem harten Verdrängungswettbewerb. Deshalb hat die Geschäftsführung das Ziel gesetzt, mit den Themenfeldern Fashion, Home und Lifestyle einen neuen Zugang zu Kund(inn)en zu gewinnen und sie dauerhaft an die Marke Baur binden.
Die österreichische Tochter Unito ist mittlerweile in sieben europäischen Ländern aktiv und war laut Albert Klein auch im vergangenen Jahr wieder ein zuverlässiger Umsatz- und Ergebnisträger. Allerdings hätten sich auf dem wichtigen Schweizer Markt die Rahmenbedingungen durch einen harten Preiswettbewerb und einen ungünstigen Wechselkurs verändert.
Licht und Schatten gab es im Dienstleistungsgeschäft, dem zweiten großen Standbein der Unternehmensgruppe. Baur Fulfillment Solutions (BFS) habe einen schwierigen Start ins Jahr 2015 und ab Jahresmitte einen bemerkenswerten Wandel zum Besseren erlebt, berichtete Klein. Der Wegfall der Abwicklungen für die Tiernahrungs-Handelskette "Fressnapf" zum 30. Juni führte zu einem Abbau von 138 Stellen, den Klein als schmerzhaft, aber unvermeidlich bezeichnete. Inzwischen sei BFS aber auf einen klaren Aufwärtstrend eingeschwenkt und im laufenden Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. "Wir freuen uns sehr über diese gute Entwicklung", sagte der Sprecher der Baur-Gruppe.
Kürzlich war darüber informiert worden, dass BFS die deutsche Tochtergesellschaft der US-Traditionsmarke Eddie Bauer als Kunden gewonnen hat. Gemeinsam mit dem neuen Partner wolle man nun wachsen, sagte Klein, der zugleich von aussichtsreichen Verhandlungen mit potenziellen Neukunden sprach. Erfreuliche Entwicklungen konstatierte er auch den Geschäftsbereichen Logistik und Werbung. Die Baur-Gruppe verfügt über eines der größten und modernsten Fotostudios in Süddeutschland. Die "Foto- und Werbeagentur Weismain" erbringt Foto- und Mediendienstleistungen für Unternehmen der Otto-Gruppe, aber auch für externe Firmen.
Zurückhaltend fiel der Bericht über die jüngste Tochter "empiriecom" aus. Erst zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres gegründet, befindet sich noch in der Anlaufphase. Die Gesellschaft soll sich in den nächsten Jahren zu einem leistungsfähigen E-Commerce-Dienstleister für die Baur-Gruppe und weitere Unternehmen der Otto-Gruppe entwickeln, wie der Redner erläuterte.
Auch wenn sich die Geschäftsentwicklung bei Baur dem Bericht entsprechend durchaus erfreulich darstellt, wäre ein "Weiter so" nach Kleins Überzeugung "unternehmerisch verantwortungslos". Man habe 2015 intensiv an Weichenstellungen gearbeitet. "Die Baur-Gruppe wird sich verändern", kündigte der Sprecher der Geschäftsführung an. Da der Wettbewerb im Online-Handel und Dienstleistungsgeschäft immer schwieriger werde, sei es erforderlich, zu einem online-basierten Zielgruppen-Spezialisten zu werden.
Zielkundin ist für Baur die werteorientierte und selbstbewusste Frau ab 40. "Für jeden Anlass das richtige Angebot" lautet die Devise. Wandel und Kontinuität gehören für Albert Klein zusammen, denn Service bleibe eine Stärke des Unternehmens. Den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, das habe Gründer Friedrich Baur vorgelebt.
Als besonderer Gast wurde beim Baur-Neujahrsempfang dieses Mal Staatsminister Markus Söder (CSU) begrüßt. In unserer Samstagsausgabe berichten wir ausführlich darüber. pp

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