Bad Kissingen

Kissinger Wölfe bekräftigen ihre Position im Streit um die Eissporthalle

Der Streit um die Eissporthalle ist noch nicht zu Ende. Der Eishockeyclub Kissinger Wölfe erklärte bei einer Begegnung mit der Stadtratsfraktion der Freien ...
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Der Streit um die Eissporthalle ist noch nicht zu Ende. Der Eishockeyclub Kissinger Wölfe erklärte bei einer Begegnung mit der Stadtratsfraktion der Freien Wähler jetzt zwar, er wolle Ruhe in die Diskussion bringen. Gleichzeitig beharrt der Verein aber auf seiner Erklärung, die Unsicherheit über die Zukunft der Spielstätte sei ein Grund für den Verlust der sportlich erreichten Spielberechtigung für die Bayernliga gewesen.
Das Rathaus, das die Halle verkaufen will, aber noch nicht zu einem Abschluss gekommen ist, bestreitet, dass das der Grund sei. Vielmehr habe der Verband den Wölfen die Spielberechtigung für die Bayernliga verweigert, weil die bei den geforderten Nachwuchsteams die Bedingungen nicht erfüllt hätten. Das erklärte auf Nachfrage auch der Verband.
Die Aussprache mit den Wölfen begründeten die Freien Wähler mit der emotionalen Auseinandersetzung um den Vorgang. In sozialen Netzwerken seien Stadt und Stadtrat wegen der Vorgänge zum Teil "übel beschimpft worden", schreibt Fraktionssprecher Sigismund von Dobschütz. Deshalb habe beim Stammtisch der FW in Hausen eine Delegation der Wölfe den strittigen Sachverhalt aus eigener Sicht erläutert. "Unser Vorstand hat nie den Stadtrat angegriffen. Die Informationspolitik des Rathauses ist allerdings verbesserungswürdig", wird im Bericht von dem Treffen Ralph Kiesel, der neue Zweite Vorsitzende der Wölfe, zitiert.
Die Freien Wähler sicherten dem Eishockeyclub und den anderen vom Eishallenverkauf betroffenen Sportvereinen zu, das Thema in der Stadtratssitzung am 26. Juli anzusprechen. Der Antrag zur Tagesordnung liege dem OB vor.
Stadtrat und FW-Vorsitzender Andreas Kaiser berichtete, er habe den "Shitstorm über OB und Stadtrat" auf Facebook nicht akzeptieren können. Deshalb habe er selbst beim Bayerischen Eissport-Verband angefragt, weshalb die Kissinger Wölfe ihren Platz in der Bayernliga verloren haben. Im Widerspruch zu Aussagen der Wölfe in der Zeitung habe der Verband geantwortet, nicht die unsichere Situation um die Eishalle als einzige Spielstätte, sondern Mängel bei den Nachwuchsmannschaften seien der Grund des Platzverlustes.
Zudem habe der Stadtrat, so die FW-Stadträte und Gast Steffen Hörtler (CSU), immer darauf gedrängt, dass die Stadt ihre Verhandlungen mit dem am Hallenkauf interessierten Investor in enger Abstimmung mit den Vereinen führen. Dies habe der OB dem Stadtrat auch mehrfach versichert. Doch Wölfe-Vorsitzende Michael Rosin und Ralph Kiesel widersprachen, so die Freien Wähler: Infos habe man aus dem Rathaus kaum erhalten. Marco Kutzer vom Post SV bestätigte: "Der Umgang mit uns Vereinen ist schon traurig."
Kiesel erklärte auch, dass die bis heute den Wölfen nicht bestätigte Spielstätte aus Sicht des Vereins eben doch einer der Gründe für den Verlust des Bayernliga-Platzes sei. Wie die Freien Wähler schreiben, sei in einem Brief des Bayerischen Eissport-Verbands vom 24. Mai zu lesen: "Wie Sie wissen, ist dazu nötig, drei Nachwuchsmannschaften melden zu können und gleichzeitig auch eine Spielstätte vorzuweisen." Doch dies war dem Club bisher nicht möglich, weil nicht feststeht, wie es für ihn mit der Halle weitergeht. Der zitierte Brief, heißt es im Bericht der FW von dem Treffen weiter, sei auch dem OB bekannt. Nach Rückfrage im Rathaus sagte Pressesprecher Mario Selzer: "Wir werden den Antrag der Freien Wähler wie gestellt im Stadtrat behandeln."
Der Vorstand der Wölfe distanzierte sich von Beschimpfungen des Stadtrats in sozialen Medien. "Wir schießen auch nicht gegen die Stadt." Man wünsche sich aber eine bessere und zeitnahe Informationspolitik des Rathauses. Erst kurz vor der Mitgliederversammlung der Wölfe am 29. Juni, so Kiesel, sei der Vorentwurf eines notariellen Kaufvertrages dem Investor übermittelt worden: "In dieser ungewissen Situation können wir keinen Spielbetrieb garantieren, keine Sponsoren werben, keine Spieler engagieren. Mit einem Vielleicht können wir nicht leben," so Kiesel. far
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