Tschirn

Kein "Zirkus" mehr um den Dorfplatz

Gemeinderat  Die Räte von Tschirn befassten sich mit der mittlerweile siebten Planvariante für die Umgestaltung des Areals und stimmten einer erneuten Änderung zu. Es soll die Letzte gewesen sein. Man will das Kapitel endlich abschließen.
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In Tschirn soll der Dorfplatz verschönert werden. Foto: Archiv
In Tschirn soll der Dorfplatz verschönert werden. Foto: Archiv
von unserem Mitarbeiter Michael Wunder

Tschirn — Der Gemeinderat Tschirn wird einen letzten Anlauf in Sachen Umgestaltung des mittleren Dorfplatzes machen. Nachdem sich auch nach der letzten Besprechung ein Anlieger nicht einverstanden erklärte, musste eine erneute Änderung vollzogen werden. Im neuesten Planentwurf wurde nunmehr der Carport, vorgesehen für den gemeindlichen Bus, komplett herausgenommen. Dafür wurde ein Unterstand mit Sitzgruppe und Anschlagtafel an dieser Stelle platziert.
Gemeinderat Werner Welscher (AfT) zeigte sich enttäuscht vom Fortschreiten der Maßnahme. "Wie oft haben wir schon überplant", fragte er. "Wir machen uns zum Gelächter der ganzen Gemeinde, so einen Zirkus möchte ich nicht mehr mitmachen", meinte Welscher. Auch Günter Böhnlein (CSU) trat für eine der Allgemeinheit dienliche, sinnvolle Lösung ein. Irgendwann müsse es mit den Kompromissen gut sein und die Maßnahme begonnen werden, meinte er.
"Eine Variante acht werden wir uns nicht antun", meinte Bürgermeister Peter Klinger (CSU). Er stellte den Räten die nochmaligen Änderungen vor, wonach für die Anlieger weiterer Platz zum Rangieren gewonnen worden sei. Der Bürgermeister appellierte, dem siebten Planungsentwurf zuzustimmen, was auch einstimmig geschah.
Weiterhin beschloss man, die im Eigenbetrieb geführten Gemeindewerke zum Jahresende aufzulösen. Ab kommendem Jahr werden die Wasserversorgungsanlage und die Entwässerungsanlage wieder in den gemeindlichen Haushalt zurückgeführt.
Diskutiert wurde die örtliche Rechnungsprüfung der Gemeinde und Gemeindewerke. Vorsitzender Günter Böhnlein führte die Schwerpunkte der durchgeführten Prüfungen auf. Wie er sagte, sei sparsam gewirtschaftet worden und es seien keine gravierenden Fehler aufgetaucht. Insbesondere bei der Erhebung der Winterdienstgebühren mahnte er eine konsequente Einziehung der Beträge an. "Wir können uns auf Dauer die Außenstände nicht leisten und sollten hier wie beim Wasser und Abwasser verfahren", meinte er. Der Rechnungsprüfungsausschuss regte die Neufassung der Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen gemeindlicher Feuerwehren an. Es wurde deshalb eine neue Satzung mit angepassten Pauschalsätzen, angelehnt an die Vorschläge des Gemeindetags, beschlossen. Die Jahresrechnung wurde im Verwaltungshaushalt mit 765 634,30 Euro und im Vermögenshaushalt mit 284 972,09 Euro festgestellt. Es erfolgte eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in Höhe von 162 945,09 Euro. Die Jahresrechnung der Gemeindewerke wurde folgendermaßen festgestellt: Verwaltungshaushalt 139 934,78 Euro, Vermögenshaushalt 33 095,03 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt betrug 33 095,03 Euro.

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