Strullendorf

Im Café Mittendrin wird Gemeinschaft groß geschrieben

Der Cafétreff Mittendrin für Senioren mit und ohne Behinderung im Strullendorfer Mehrgenerationenhaus erfreut sich großer Beliebtheit. Schon seit 2009 biete...
Artikel einbetten
Von links: Friederike Kneip, Leiterin des Strullendorfer Mehrgenerationenhauses, Christian Bradl, stellvertretender Vorsitzende der DHG, Margarete Stärk, regelmäßige Besucherin des Café Mittendrin, und Gertrud Lilge, Leiterin der Einrichtung Foto: Andrea Spörlein
Von links: Friederike Kneip, Leiterin des Strullendorfer Mehrgenerationenhauses, Christian Bradl, stellvertretender Vorsitzende der DHG, Margarete Stärk, regelmäßige Besucherin des Café Mittendrin, und Gertrud Lilge, Leiterin der Einrichtung Foto: Andrea Spörlein
Der Cafétreff Mittendrin für Senioren mit und ohne Behinderung im Strullendorfer Mehrgenerationenhaus erfreut sich großer Beliebtheit. Schon seit 2009 bietet die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Bamberg in enger Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr einen offenen Cafétreff an.
Seitdem eine Rampe am Gebäude angebracht ist, können auch Rollstuhlfahrer das Angebot nutzen. Ein Fahrdienst wurde organisiert, der die Senioren aus den verschiedenen Wohnheimen oder von zu Hause abholt und dann wieder nach Hause bringt. Für Rosa, Margarethe, Konrad, Felix und die anderen Besucher ist ganz klar, dass am Mittwoch immer die Fahrt nach Strullendorf auf dem Programm steht.
Neben dem normalen Cafébetrieb mit Gesprächen und Geselligkeit wird eine abwechslungsreiche und aktivierende Freizeitgestaltung angeboten. Ganz gleich, ob nun beim gemeinsamen Kochen, beim Singen und Musizieren, bei Bewegungsangeboten, beim Basteln und Malen oder beim allzeit beliebten Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen - es ist immer etwas los. Jedoch bleibt immer der Mensch, mit seinen individuellen Bedürfnissen, im Mittelpunkt allen Handelns.
Dem unbedarften Besucher fällt gleich auf, mit wie viel Freude hier miteinander gespielt, gelacht und erzählt wird und wie schnell man zum Mitmachen aufgefordert werden kann. Vier bis sechs Ehrenamtliche sind jede Woche mit vor Ort.
Für dieses Angebot hatte die Offene Behindertenarbeit den ersten Preis der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft e. V. (DHG) erhalten. Er stand 2015 unter dem Motto "Leben im Alter gestalten - Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf".
In einer kleinen Feierstunde würdigte Christian Bradl, stellvertretender Vorsitzender der DHG, die Arbeit der Offenen Behindertenarbeit. Setze man doch hier, so Bradl, konsequent auf eine individuelle Gestaltung des Lebensabends, schaffe Begegnungsmöglichkeiten im Gemeinwesen und öffne die eigenen Angebote für Menschen ohne Behinderung.
Die entsprechende Urkunde durfte Margarete Stärk, eine regelmäßige Besucherin des Café Mittendrin, entgegennehmen. Was mit den 1500 Euro Preisgeld gemacht wird, will man gemeinsam entscheiden. Extra zu diesem Anlass war ein kleiner Film gedreht worden, um den Verbandsvertretern das Café Mittendrin auch visuell vorzustellen.
Die Percussion-Gruppe der OBA unter Leitung von Tobias Muzyk sorgte für die musikalische Umrahmung und bezog auch die Gäste mit in ihre Darbietung ein.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren