Harsdorf

Harsdorf wartet gespannt auf die Jury des Bezirksentscheids

Die Gemeinde Harsdorf will beim Bezirksentscheid zum 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" punkten und nach Möglich...
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In Harsdorf fallen immer wieder Fensterschürzen an den Sandsteinhäusern auf. Foto: BR-Archiv
In Harsdorf fallen immer wieder Fensterschürzen an den Sandsteinhäusern auf. Foto: BR-Archiv
Die Gemeinde Harsdorf will beim Bezirksentscheid zum 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" punkten und nach Möglichkeit ganz vorne landen. Dieser Wettbewerb, der 1961 eingeführt wurde, ist längst zu einer der größten Bürgerinitiativen im ländlichen Raum geworden. Die Teilnahme hat Bürgermeister Günther Hübner zur Chefsache gemacht.
In Oberfranken beteiligten sich 85 Dörfer auf Kreisebene am Wettbewerb und von diesen stehen jetzt 17 Orte bis 18. Juli im Bezirksentscheid. In Harsdorf, dem letztjährigen Kreissieger, wird die Bewertungskommission des Gartenbauzentrums Bayern-Nord am Montag, 17. Juli, von 14.30 bis 17 Uhr erwartet. Wie das federführende Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen feststellt, leiste der Wettbewerb einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Grundwerten des menschlichen Lebens. Der Wettbewerb setze bewusst auf Freiwilligkeit, Eigeninitiative und aktive Mitwirkung.
Die Bewertung erfolgt, wie Bürgermeister Günther Hübner mitteilt, nach einem Punkteschema mit vielfältigen Kriterien. Dazu gehörten die Entwicklungsinitiativen und deren Umsetzung, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Bauentwicklung, Grüngestaltung und -entwicklung, wirtschaftliche Initiativen sowie die Einbindung des Dorfes in die Landschaft. Auch eine nachhaltige Entwicklung sowie die überörtliche Zusammenarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen lägen den Beurteilungen zugrunde. Die Jury bestehe aus zehn Fachleuten aus freier Wirtschaft, Verbänden und verschiedenen Staatsbehörden. Die Ergebnisse werden am 18. Juli vom Gartenbauzentrum Bayern Nord bekanntgegeben und für den Landesentscheid an das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gemeldet. Der Landesentscheid findet im nächsten Jahr statt.


2011 schon Silber geholt

"Als Dorf zukunftsfähig bleiben!" - Mit diesem Motto stellt sich Harsdorf der Bewertungskommission vor. Es ist bereits die zweite Teilnahme innerhalb weniger Jahre, denn 2011 holte Harsdorf Silber. Vielleicht reicht es ja dieses Mal zu Gold. Harsdorf hat jedenfalls einige Projekte, mit denen die Gemeinde punkten kann. So die Umnutzung des alten Bahnhofes zum Gesundheitsbahnhof, dem wohl einzigen dieser Art in ganz Bayern. Bürgermeister Günther Hübner: "Die Umnutzung ist ein besonderer Glücksfall für das Dorf und die gesamte Gemeinde. Nach mehr als 50 Jahren haben wir wieder eine Arztstelle in Harsdorf. Der Gesundheitsbahnhof ist bestens mit der Bahn erreichbar und wir haben dieses herrschaftliche Gebäude aus dem Jahre 1901 unter Denkmalschutz stellen lassen."
Stolz ist man in Harsdorf aber auch auf das Gemeindezentrum "Zur Tanne", das im Eigentum der Gemeinde ist und jetzt für eine knappe halbe Million nicht nur energetisch saniert, sondern auch einen barrierefreien Zugang erhalten wird. Neu hinzukommt noch das frühere Bräuhaus, das ebenfalls von der Gemeinde erworben wurde und revitalisiert wird. Im Ort selbst herrscht ein reges Vereins- und Verbandsleben. Punkten will Harsdorf aber auch mit der regenerativen Stromerzeugung, die bei knapp 2,9 Millionen kWh im Jahr liegt. rei
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