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Genug geredet, jetzt wird gewühlt

Das Naturschutzgroßprojekt geht in die Umsetzungsphase. Noch in diesem Jahr soll annähernd eine Million Euro aufgewendet werden. Flächenankauf und die Einrichtung von Biotopflächen stehen im Mittelpunkt.
Zwei Frauen genießen die Aussicht vom "Eisfelder Blick", einer Anhöhe, auf der früher ein Wachturm der DDR-Grenztruppen stand. Am gegenüberliegenden Hang ist die Schneise zu erkennen, einst die innerdeutsche Grenze verlief. Foto: Rainer Lutz
 
von RAINER LUTZ
Lange wurde geredet, geplant und verhandelt. Jetzt geht es an die tatsächliche Umsetzung des Naturschutzgroßprojekts Grünes Band - Rodachtal - Lange Berge - Steinachtal. Der Zweckverband segnete am Montag den Haushalt für das laufende Jahr ab. Damit steht knapp eine erste Million für Vorhaben zur Verfügung.
Erst am 29. April hatte der Amtschef des Bayerischen Umweltministeriums, Christian Barth, den symbolischen Scheck über 8,159 Millionen Euro an Coburgs Landrat Michael Busch (SPD) als Vorsitzender des Zweckverbands überreicht. Geld, das in den kommenden zehn Jahren in das 127 Kilometer lange Fördergebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze fließen soll. Jetzt sieht der Plan vor, 917 000 Euro unter anderem für den Ankauf von Flächen und die Ersteinrichtung von Biotopen einzusetzen.


Extra Ankauf-Gremien

Für den Grunderwerb wurden in Thüringen und Bayern getrennte Flächenmanagementgremien eingesetzt. Sie sollen in den thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg etwa 100 Hektar im eigentlichen Grünen Band (dem ehemaligen Grenzstreifen) und weitere 15 Hektar außerhalb dieses Gebietes ankaufen. Wie Stefan Beyer als Projektleiter informierte wurden dem Zweckverband in Thüringen bisher bereits 21 Hektar zum Kauf angeboten.
In den bayerischen Landkreisen Coburg und Kronach ist der Ankauf von 51,5 Hektar vorgesehen, um das Projekt grenzüberschreitend zu gestalten. Das eigentliche Grüne Band befindet sich ja auf Thüringer Gebiet. Das Ankaufgremium ist paritätisch besetzt und berücksichtigt sowohl naturschutzfachliche als auch agrarstrukturelle Kriterien.


Unterstützung vom AELF

Dabei wird eine Tabelle genutzt, die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) vorgeschlagen wurde. Beachtet werden dabei Faktoren wie Bodenqualität, mögliche Hanglage, mögliche Erosionsprobleme, eventuell auf dem Grundstück bereits kartierte Biotopflächen, Einverständnis des Bewirtschafters mit einem Ankauf und dergleichen mehr. "Wir werden sensibel mit dem Thema Flächenerwerb umgehen", versicherte Michael Busch. Gerade das Thema Flächenerwerb hatte bei der Landwirtschaft lange für eine ablehnende Haltung zum Naturschutzgroßprojekt geführt.


Erste Projekte am Start

Zu den ersten konkreten Projekten gehört unter anderem die Entbuschung von Magerstandorten bei Emstadt und in den Itzauen. An der Leite bei Harras ist die Förderung einer Beweidung im Budget vorgesehen. Ähnlich im Bereich der Bischofsaue im Landkreis Hildburghausen. Allein der Zaun, der hier als Beweidungsinfrastruktur angeschafft werden soll, ist mit Kosten von rund 50 000 Euro veranschlagt. Er wird 9,6 Kilometer lang sein. Dazu kommt ein Unterstand für die Weidetiere und es werden Tore benötigt.
Im Coburger Land wird eine Erweiterung der Weideflächen bei Schweighof angestrebt. Besondere Weidetiere sind für die rote Grube der Muggenbacher Tongruben vorgesehen. Ziegen trauen die Naturschützer zu, dort der Verbuschung Einhalt zu gebieten, die sonst in regelmäßigen Zeitabständen von Menschenhand beseitigt werden müsste. Flachmulden im Steinachtal, die naturschutzfachlich umgestaltet werden sollen, gehören ebenso wie die Pläne für das Anlegen einer Auenlandschaft an der Föritz zu den Vorhaben, die als erste im Landkreis Kronach in Angriff genommen werden sollen.


Maskottchen "Bandi"

Ein eigenes Maskottchen soll künftig Flyer, Broschüren und Beschilderungen zum Grünen Band zieren und für Wiedererkennungswert sorgen. 720 Namensvorschläge für das grüne Fantasietier mit grünem Fell wurden eingereicht. Schließlich kamen drei Namen ins Finale. Gegen "Grübalu" und "Grünella" setzte sich am Ende "Bandi" als Name für die neue Symbolfigur durch, wie auf der Homepage für das Grüne Band zu erfahren ist.


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