Ebern

Freudenfeiern nach dem Windrad-Aus

Leserbrief zum Artikel "Für Siegesfeiern besteht kein Anlass" im Fränkischen Tag vom, 4. November: Allmählich spricht es sich glücklicherweise herum, dass e...
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Leserbrief zum Artikel "Für Siegesfeiern besteht kein Anlass" im Fränkischen Tag vom, 4. November:

Allmählich spricht es sich glücklicherweise herum, dass es bei den Windrädern nur ums Geld geht. Das verschweigt Altbürgermeister Herrmann ehrlicherweise in diesem Beitrag auch nicht. Leider spricht er nicht nur über Geld, sondern auch über die "Energiewende", die immer weiter steigende Kosten verursacht, und zu allem Überfluss wiederholt er noch das Ziel einer "bürgergestützten autarken Stromversorgung im Landkreis Haßberge". Diese lässt sich vielleicht mit einem Gaskraftwerk im Landkreis realisieren, aber auf "regenerativer" Basis ist das unmöglich, wie man leicht nachrechnen kann.
Dann zählt er die verwaltungsrechtlichen Schritte auf, die andernorts oft rasch und heimlich genug vollzogen wurden, um die Anwohner vor vollendete Tatsachen zu stellen. Fragen wir doch die Anwohner um den Kraiberg herum, in Sonnefeld und Umgebung, die jetzt erleben, wie die Vollendung eines "kleinen Windparks" (der bei uns 230 Meter hohe Betontürme bedeutet hätte) ihr Leben beeinträchtigt. Bei uns ist das endlich einmal nicht gelungen: durch das Engagement von Bürgern vor Ort, und das ist sehr wohl ein Anlass zur Freude und zum Feiern - wobei "Siegesfeier" zu martialisch klingt, und so ist es auch nicht gemeint. Windräder im Wald sind zwar eine Kriegserklärung an die Natur, aber zwischen Ebern, Kirchlauter und den übrigen Gemeindeteilen ist durch die Absage der "GUT" wieder Frieden eingekehrt.
Wir sollten es also Friedens- oder einfach Freudenfeier nennen, aus Freude über den Erhalt unseres Naturparks, unserer noch halbwegs intakten Wälder, Wiesen und kleinteiligen Naturräume - denn dies ist unser wichtigstes Gut, ja am Ende das einzige wirkliche Kapital, das unsere Region und unser Landkreis hat.
Freuen wir uns, dass nun weiter Touristen kommen und junge Familien in die Region ziehen werden, um in einer friedlichen Natur zu leben. Das gibt es immer seltener, und das ist unser "Alleinstellungsmerkmal".
Peter Finzel
Ebern
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