Etzelskirchen

Etzelskirchener Nachwuchs hat "Fun" mit "FUNiño"

Die Fußballtrainer der SpVgg Etzelskirchen, Konrad Auinger und Timo Döring, machen genauso einen zufriedenen Eindruck wie ihre Sprösslinge aus der G- und F-...
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Die SpVgg Etzelskirchen macht mit ihren G- und F-Junioren am wöchentlichen "FUNiño-Festival" mit. Zuletzt war der Verein Gastgeber der Veranstaltung.  Foto: SpVgg
Die SpVgg Etzelskirchen macht mit ihren G- und F-Junioren am wöchentlichen "FUNiño-Festival" mit. Zuletzt war der Verein Gastgeber der Veranstaltung. Foto: SpVgg
Die Fußballtrainer der SpVgg Etzelskirchen, Konrad Auinger und Timo Döring, machen genauso einen zufriedenen Eindruck wie ihre Sprösslinge aus der G- und F-Jugend. Eineinhalb Stunden Sport lagen hinter dem Nachwuchs, der am "FUNiño-Festival" in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen teilgenommen hat. Diese Veranstaltung mit der modernen Kleinfeld-Fußballvariante solle bis März jedes Wochenende stattfinden, sagt Auinger.


Kein Torwart, keine Stürmer

Bei FUNiño sind die Spielregeln an Kinder ab dem fünften Lebensalter angepasst. Man spielt Drei gegen Drei und mit vier Toren. Es gibt keinen Torwart und keinen Stürmer, das heißt, jedes Kind spielt alle Positionen und muss sich dauernd bewegen. Das soll nicht nur Spaß machen, sondern auch die Spielintelligenz immens fördern. Nach ein paar Festivals wissen die Juniorenkicker automatisch, welche Technik in welcher Situation am besten ist.
Eine große Rolle spielen die Fairplay-Regeln des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), denn weder Trainer noch Eltern dürfen etwas hineinrufen oder sich in anderer Weise einmischen. Im klassischen Kleinfeldfußball mit je sieben Akteuren gab es immer wieder die Erfahrung, dass sich das Spiel auf die stärksten Kinder konzentriert und die anderen auf dem Spielfeld mehr oder weniger pausieren. Die Folge: "Die Motivation ist schnell im Keller und das Kind verliert die Lust an der Sportart", erklärt Auinger.
Bei FUNiño passiert das in der Regel nicht. Jeder ist zu jeder Zeit in Bewegung, die Spielerzahl und die Spielfeldgröße werden dem Alter angepasst. Die Variante ist für den Nachwuchs ein Aufbau- und Vorbereitungsprogramm auf den klassischen Fußball. Die Kinder können ausprobieren, worin ihre Stärken liegen und müssen sich nicht schon in jungen Jahren für eine Position entscheiden.
"Wir wollen technisch gut ausgebildete Kinder heranziehen und sind dankbar, dass unser Verein Vorreiter dieses Systems ist", sagt Auinger. Die SpVgg Etzelskirchen ist der einzige Verein in und um Höchstadt, der diese moderne Spielweise anbietet und den Trainern die Ausbildung zum FUNiño-Coach ermöglicht. Auch Döring ist begeistert vom neuen Training. Er hat selbst 25 Jahre Fußball gespielt und findet FUNiño "einfach genial". "Die Kinder haben eine Bombenkondition. Auch wenn sie nur 50 Minuten spielen, haben sie einen höheren Puls. Da sie quasi dauergefordert sind, geben sie später auf dem großen Platz den Ton an", erzählt Döring.


FUNiño-Liga im Spielkreis

Inzwischen hat sich im Umkreis eine kleine Liga gebildet. Die SpVgg Heroldsbach, die SpVgg Reuth, die SG Hemhofen/Zeckern, der TSV Neunkirchen, der SV Langensendelbach und der TSV Marloffstein nehmen an den Festivals teil. Auch die Trainer profitieren vom Austausch mit den Kollegen. Die Teilnehmerzahl steige beinahe wöchentlich. red
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