Coburg

Erste Erfolge im Grünen Band

Es geht voran, mit der Entwicklung des Naturschutz Großprojektes Grünes Band. Bei der Sitzung des Zweckverbands legten Janine Schindhelm und Stefan Beyer vo...
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Es geht voran, mit der Entwicklung des Naturschutz Großprojektes Grünes Band. Bei der Sitzung des Zweckverbands legten Janine Schindhelm und Stefan Beyer vom Projektmanagement einen Sachstandsbericht zur Umsetzung vor, der Coburgs Landrat Michael Busch (SPD) als Vorsitzenden des Zweckverbandes zu dem Urteil brachte: "Es ist doch schön, wenn man so rasch schon Erfolge sieht."
Was bereits erfolgt ist, das sind beispielsweise Entbuschungsarbeiten. Bäume und Sträucher wurden entfernt, wo sie seit dem Fall der Grenze Gebiete für sich zurück erobert hatten. Durch Beweidung mit Schafen und Ziegen wird verhindert, dass offenes Grünland oder halboffene Landschaften wieder zu Wald werden.
An einigen Stellen gibt es noch Diskussionsbedarf. So verlangen etwa die Jäger in der Bischofsau eine Minderung beim Pachtzins. Dort wird ein Zaun gebaut, um Rinder für die Beweidung einsetzen zu können. Dadurch verringere sich die Fläche, auf der sie der Jagd nachgehen können, also müsste auch die Pacht reduziert werden, so die Jäger. Der Freistaat Thüringen sieht das anders und verlangt die volle Pacht.
Michael Busch hat sich nach eigenen Worten bereits mit Hildburghausens Landrat Thomas Müller verständigt, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um möglichst schnell eine Lösung in dieser Sache zu finden, die alle akzeptieren können.


Feste Zäune für Schafe

Die Leite bei Harras soll ebenfalls fest gezäunt werden. Schafe der Milchland GmbH aus Veilsdorf sollen dann dort weiden. Absprachen dazu gibt es bereits. Für Weideeinsätze bei Herbartswind, aber auch am Gauerstädter Berg, werden Weidefasswagen angeschafft, damit die Schafe oder Rinder flexibler auf den Weiden unterwegs sein können. Auch Zaunmaterial kann über das Projekt beschafft und als Dauerleihgabe den Landwirten zur Verfügung gestellt werden, die ihre Tiere im Projektgebiet des Grünen Bandes weiden lassen.
Für eine Beweidung auf bestimmten Flächen der Muggenbacher Tongrube gibt es einen Interessenten. Ehe dort aber ein Zaun errichtet werden kann, muss neu vermessen werden, weil mehrere Grenzsteine nicht mehr zu finden waren.
Während vielerorts Arbeiten an Flächen vorgenommen werden, über die der Zweckverband bereits verfügen kann, weil sie angekauft oder auf lange Sicht gepachtet wurden oder Naturschutzverbänden gehören, wird über den Ankauf weiterer Grundstücke verhandelt.
Das Gremium, das in Thüringen für das Flächenmanagement zuständig ist, führt Gespräche zu insgesamt 25 Grundstücken, in Bayern geht es um 26 Flurstücke. Dabei kommt ein Tausch mit anderen Flächen infrage, aber es kann auch Land angekauft oder gepachtet werden.
Bei den Erfolgen, über die sich Michael Busch so freut, geht es um die Entwicklung von Kleingewässern, die in der Bischofsau angelegt wurden. Dort haben sich bereits Kiebitze zum Brüten eingefunden und es sind Flussregenpfeifer als Dauergäste aufgetaucht.
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