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Ein fragwürdiges Projekt unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes

Leserbrief zum Artikel "Energiewende und Pacht-Zins im Blick" vom Dienstag, 28. Juni, auf der Seite 13: 2002 hörte man noch ganz andere Worte des damaligen ...
 
Leserbrief zum Artikel "Energiewende und Pacht-Zins im Blick" vom Dienstag, 28. Juni, auf der Seite 13:

2002 hörte man noch ganz andere Worte des damaligen Bürgermeisters Herrmann. Damals ging es um ein drittes Windrad am Bretzenstein, mit seiner damals geplanten Höhe von 130 Metern um ganze 100 Meter niedriger als die nun geplanten 230 Meter hohen (zirka 140 Meter Rotordurchmesser) der WEA am Tonberg.
Solche gigantischen Industrie-Monster können sich viele Menschen in der Region heute noch gar nicht vorstellen. Zitat aus der Neuen Presse von 2002: "Das sei eine Frage der Landschaftsoptik", würde der Windpark doch das Landschaftsbild des Naturparks Haßberge verändern. Der Windpark würde von den Betreibern vor allem ökologisch begründet. Wenn man sich aber "Daten und Fakten zu Gemüte zieht", würde man feststellen, dass dem nicht so sei. Der damalige Landrat Rudolf Handwerker befand: "Windrad verschandelt filigrane Haßberge-Landschaft". Soweit zu 2002.


Es klingt verlockend

2016, da lacht das Herz des obersten Bürgerwaldrechtlers. Kritische Worte Fehlanzeige. Etwa 120 000 Euro/Jahr Pacht einzustreichen, klingt verlockend. Auch wenn für jeden der rund 300 Rechtler rechnerisch davon nur etwa 400 Euro/Jahr übrig bleiben. Einnahmen, auf die der wirtschaftlich bestens dastehende Bürgerwald nicht verzichten könnte? Ist es nun dieses Geld tatsächlich wert, das gute Verhältnis zu Nachbargemeinden und eigenen, betroffenen Gemeindeteilen aufs Spiel zu setzen?
Bei der Bürgerwald-Körperschaft handelt es sich übrigens um eine "Körperschaft des öffentlichen Rechts", mit damit verbundenen Steuerprivilegien, welche diese Organisation genießt. Ob solche "windigen" Geschäfte, die Herr Herrmann mit dem Bürgerwald da nun vorhat, sich mit gültigem Recht vereinbaren lassen ? Sind nicht solche Geschäfte reinen Wirtschaftsbetrieben vorbehalten, die wie ihre in Konkurrenz stehenden Betriebe dafür auch kraft Gesetzes ihre Steuern an den Fiskus abführen müssen?
Dass Herrmann allerdings versucht, das Projekt nun unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes zu verkaufen, spricht nicht gerade für einen guten Informationsstand. Windräder sind ohnehin nur ein Thema, weil dem Bundesbürger aktuell zirka 300 Euro/Jahr auf den Strompreis aufgeschlagen werden. In vier Jahren wird sich diese Summe sogar verdoppeln und der Strom für viele schier unbezahlbar. Und das alles, weil das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Windkraft-Maschinerie quasi finanziert, im Jahr 2015 alleine mit 22 Milliarden Euro. Ein "Expertengremium für Forschung und Innovation", von der Bundesregierung eigens beauftragt, fällte 2014 ein "vernichtendes Urteil" und fordert die sofortige Einstellung des EEG. Damit wäre die Windkraft (ebenso mit sofortiger Wirkung) ein Verlustgeschäft.
Für viele Menschen in Deutschland kommen die mahnenden Worte allerdings zu spät, da sie sich den Strom schlichtweg nicht mehr leisten konnten und ihnen derselbe abgestellt wurde. Da sollte doch jeder klatschende Bürgerwaldler einmal einige Wochen den Strom abstellen und feststellen, welche Auswirkungen dies auf das tägliche Leben hat. Wir wünschen viel Spaß dabei.So gesehen wird die Allgemeinheit an den 120 000 Euro Pacht, die der Bürgerwald für die vier Windräder gerne einstreichen würde, kräftig mit bezahlen. Herr Herrmann, Ihre Wandlung kommt uns alle teuer zu stehen!
Ralph Bremicker
Kirchlauter




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