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Die Power-to-Gas-Anlage rechnet sich

Das Stadtwerk Haßfurt und Greenpeace Energy widersprechen Behauptungen, die eine Leserbriefschreiberin zur neuen Power-to-Gas-Anlage im Haßfurter Hafen aufg...
 
Das Stadtwerk Haßfurt und Greenpeace Energy widersprechen Behauptungen, die eine Leserbriefschreiberin zur neuen Power-to-Gas-Anlage im Haßfurter Hafen aufgestellt hatte. Die Leserbriefautorin hatte die Anlage, die das Haßfurter Stadtwerk und Greenpeace Energy gemeinsam betreiben, als ungeeignet dafür bezeichnet, Energie zu speichern. In der neuen Anlage wird aus überschüssigem Strom Wasserstoff produziert, der ins Gasnetz eingespeist oder wieder in Strom zurückverwandelt wird.
Bei einem "Faktencheck" sollten die Fakten auch stimmen, meinen das Stadtwerk Haßfurt und Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy, in ihrer Stellungnahme, die unserer Zeitung vorliegt. Nur eine faire Debatte ermögliche es Lesern, sich ein korrektes Bild zu machen, meinen sie.
Der Charme und der Sinn der Haßfurter Power-to-Gas-Anlage bestehen laut Stadtwerk darin, den teils in erheblichen Mengen anfallenden überschüssigen Strom aus dem Windpark Sailershäuser Wald und anderen Wind- und Solarenergieanlagen im lokalen Netz per Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln. "Überschüssiger Strom" sei dabei der zentrale Begriff: Denn bei Stromüberschüssen, die das Netz nicht aufnehmen kann, würden die Windkraft- und Solarenergieanlagen abgeschaltet. Die Betreiber erhielten dann weiter ihre EEG-Vergütung. Der Strom werde also bezahlt, aber nicht benutzt.
Mithilfe von Elektrolyseuren könne sonst überschüssiger Strom in Form von erneuerbarem Wasserstoff im Gasnetz eingespeichert werden, anders als von der Leserbriefschreiberin behauptet. Das Stadt und Greenpeace Energy nennen das "ein geniales Prinzip: Die Speicherkapazität für erneuerbaren Wasserstoff und erneuerbares Methan im Gasnetz ist so groß, dass eine sichere Energieversorgung auch dann möglich wäre, wenn einmal für bis zu drei Monate Windstille herrschen würde oder die Sonne hinter den Wolken verschwände. Das schaffen weder Batterien noch Pumpspeicher. Nur Power to Gas, auch Windgas genannt, kann in einem erneuerbaren Energiesystem eine solche Versorgungssicherheit gewährleisten, wie diverse Studien belegen."


Innovative Technik

Nun werde auch in Haßfurt mit überschüssigem Strom erneuerbarer Wasserstoff für die fast 15 000 pro Windgas-Kunden von Greenpeace Energy produziert. Nils Müller betont: "Dafür zahlen wir einen Preis, der den Betrieb des Elektrolyseurs wirtschaftlich macht. Die Investition der Städtischen Betriebe Haßfurt rechnet sich nicht nur, sie bringt zudem weiteren Nutzen, wie zum Beispiel durch die innovative Technik zur Netzstabilisierung und den Beitrag zur Absenkung von Kohlendioxid-Emissionen."
Die Technologie bei Elektrolyse und Methanisierung werde sich zügig verbessern, sobald die Anlagen in größeren Serien gebaut werden statt als Einzelanfertigungen wie in diesem frühen Stadium der Technik. Zugleich stiegen die Wirkungsgrade. Die Preise für Wasserstoff und Methan wie für den daraus erzeugten Strom wiederum werden laut Stadtwerk und Greenpeace Energy "drastisch sinken. So sehr, belegen Studien, dass ein deutsches Stromsystem mit Power to Gas in Zukunft um Milliarden Euro pro Jahr günstiger wird als eines ohne. Und dies bei gleicher Versorgungssicherheit für Privathaushalte und die Wirtschaft - und ohne jegliche Klimaschäden."
Diese Einsicht setze sich langsam in der Politik durch. Nicht zuletzt dank des Stadtwerks Haßfurt, das die Praxistauglichkeit eines wichtigen Bausteins für den Erfolg der Energiewende unter den realen Bedingungen eines kommunalen Versorgers nachweist. Darauf könne Haßfurt stolz sein, heißt es. ks


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