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Region  // Artikel für Gemeinden

Der Marienaltar blieb noch lange in der evangelischen Kirche

Ihren letzten von zwölf Leseabenden zur Vorstellung des Büchleins "Kleine Reformationsgeschichten" widmete die Bayreuther evangelische Regionalbischöfin Dor...
Über die im Buch erschienenen Reformationsgeschichten freuen sich Gemeindepfarrer Peter Herbert, Regionalbischöfin Dorothea Greiner, Bezirksheimatpfleger Günter Dippold und der katholische Pfarrer Florian Stark. Foto: Paul Pöhlmann
 
von PAUL PÖHLMANN
Ihren letzten von zwölf Leseabenden zur Vorstellung des Büchleins "Kleine Reformationsgeschichten" widmete die Bayreuther evangelische Regionalbischöfin Dorothea Greiner der Kirchengemeinde Unterleinleiter. Schließlich sind fünf Seiten des 240 Seiten umfassenden Bandes der evangelischen Pfarrei mit ihrer Bartholomäuskirchegewidmet.
Als zweite Kirchengemeinde im Dekanat Forchheim wird Hetzelsdorf mit seiner St. Mätthäuskirche in dem Band vorgestellt. "Insgesamt wollten wir 25 Geschichten schreiben, aber es sind im Kirchenkreis Bayreuth 33 geworden," so dessen Kreisdekanin.
Die "Laaderer" und Hetzelsdorfer wollten ihre Reformationsgeschichten selbst hören. Und so war das Kirchenschiff voll besetzt, als der Posaunenchor den Abend eröffnete und Gemeindepfarrer Peter Herbert die Gäste begrüßte. Dorothea Greiner, neben Bezirksheimatpfleger Günther Dippold Hauptautorin, schreibt im Vorwort: "Die Namen der Reformation sind vielen bekannt. Martin Luther und Philipp Melanchthon. Beide sind die großen Väter der lutherischen Reformation, die bis heute wirksam ist. Gegenwärtig gehören 74 Millionen Menschen zur evangelisch-lutherischen Kirche. Doch die Reformation wäre nie zu solch einer die Welt prägenden Bewegung geworden, hätte es nicht in den Regionen, Städten und Dörfern Personen gegeben, die von der neuen Bewegung erfasst wurden."
Das Patronat über die Gemeinde Unterleinleiter übte, wie in so vielen Dörfern der Fränkischen Schweiz, der Ortsadel aus. Nach 1538 erlangte die ritterschaftliche Familie von Streitberg dieses Recht, den Pfarrer zu benennen. Angesichts der politischen Übermacht des Bamberger Fürstbischofs schlugen die Herrn von Streitberg bis Mitte des 16. Jh. stets katholische Geistliche vor, wenn die Pfarrstelle freigeworden war. Erst im letzten Viertel des 16. Jh. scheint Dietrich von Streitberg zu Veilbronn den Bruch mit dem Erzbischof gewagt zu haben. Er hatte nach dem Tod des letzten katholischen Pfarrers einen evangelischen Nachfolger eingesetzt.


Rückkehr als Kopie

In Hetzelsdorf war der Marienaltar Stein des Anstoßes. Ein Marienaltar in einer evangelischen Kirche. So war es selbstverständlich, dass von 1530 bis 1850 viele Katholiken aus der Umgebung regelmäßig zu Prozessionen und Gesängen ins evangelische Hetzelsdorf kamen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich daran etwas. Der evangelische Pfarrer von Hetzelsdorf meinte, die Marienverehrung in der evangelischen Kirche nicht mehr tolorieren zu können. Nach mehreren Anläufen landete der Altar in der St.-Anna-Kirche in Weilersbach. Das evangelische Hetzelsdorf war seine Maria los, und Weilersbach hatte den lang ersehnten Marienaltar. Der Kirchenvorstand befand im ökumenischen Geist, dass der Marienaltar wieder nach Hetzelsdorf in die 1901 geweihte Matthäuskirche zurückkehren sollte, allerdings nicht im Original, sondern in einer Kopie.
Dorothea Greiner nannte vier Säulen der Reformation: "Allein in Christus ist das Heil; allein der Glaube erreicht dieses Heil; dass wir es haben ist allein die Gnade; durch Gnade steht uns der Himmel offen." Die Regionalbischöfin zur Ökumene heute: "Wir sind doch etwas weitergekommen. Viel lieber hätten wir die Einheit. Was uns getrennt hat, führt uns wieder zusammen." hl


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