Riedenberg

Das Berghaus Rhön wird vollkommen neu gebaut

Eine Überraschung hatte Landrat Thomas Bold beim Bürgerforum der CSU in Riedenberg parat: Er teilte mit, dass die Sanierung des Berghauses Rhön derart aufwe...
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Eine Überraschung hatte Landrat Thomas Bold beim Bürgerforum der CSU in Riedenberg parat: Er teilte mit, dass die Sanierung des Berghauses Rhön derart aufwendig sei, dass man sich zu einem Komplett-Neubau an anderer Stelle entschlossen habe. Das neue Gebäude werde definitiv einen Hüttencharakter haben, spielte er schmunzelnd auf den Anbau des Würzburger Hauses an. Auch werde es einen herrlichen Ausblick auf das Tal bieten, versprach er.


Nationalpark nur mit den Bürgern

Einen umfangreichen Themenpool hatte der Vorsitzende der CSU in Riedenberg, Wilfried Helfrich, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen für dieses Bürgerforum erarbeitet. Dieses Mal konnte neben Landrat Thomas Bold und Landtagsabgeordnetem Sandro Kirchner auch Bundestagsabgeordnete Dorothea Bär gewonnen werden.
Zunächst erörterte Dorothea Bär die Sorge der CDU, bei der Bundestagswahl in diesem Jahr könnte eine Rot-Rot-Grün Koalition die Regierung übernehmen, die aktuelle Sympathiewelle für Martin Schulz und diverse reformpolitische Themen.
Ein großes Thema war an diesem Abend natürlich auch die Suche nach einem dritten Nationalpark. Hier konnte Sandro Kirchner detailliert Auskunft geben. Nachdem im südlichen Bayern bereits zwei Nationalparks vorhanden seien, soll nun im nördlichen Bayern ein dritter entstehen, der vorwiegend durch Mischwald geprägt ist. Er machte deutlich, dass sowohl Spessart als auch Steigerwald mit ihrem wesentlich größeren zusammenhängenden Waldvorkommen die Voraussetzungen für einen Nationalpark viel besser erfüllen könnten. Dennoch sei es wichtig, gemeinsam das Für und Wider zu erörtern. Sandro Kirchner forderte einen sachlichen Umgang mit diesem Thema.
Auch Landrat Thomas Bold stellte fest, dass es keine starre Festlegung von möglichen Flächen gibt. Wenn die Bevölkerung keinen Nationalpark wolle, werde es auch keinen geben, versprach er. Dennoch kamen aus den Reihen der Zuschauer Einwände, dass man auch schon zu den Flächen der bereits bestehenden Kernzone nicht befragt worden sei. Mit dem Ergebnis, dass diese in Teilen Riedenbergs tatsächlich bis direkt vor die Haustür reiche.


Schulen sollen erhalten bleiben

Länger diskutiert wurde auch über die Schulpolitik. Durch den Rückgang der Kinderzahlen sind ja immer öfter Grundschul-Standorte gefährdet. Hier versprach Sandro Kirchner, dass in strukturschwachen Gegenden jede Schule, die sowohl die Kommunen als auch die Eltern erhalten wollen, bestehen bleibe. Voraussetzung sei, dass es mindestens 26 Kinder sind. Auch die Sorge, dass die erfolgreichen Praxistage an den hiesigen Mittelschulen aus Kostengründen gestrichen werden könnten, konnte Sandro Kirchner nehmen. Die Finanzierung wird bleiben, versprach er.
Kaum zu stemmen seien dagegen die Auflagen für Ehrenamtliche. Deshalb trauen sich immer weniger zu, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Auch Thomas Bold bezeichnete das als Riesenproblem - schließlich hafte man als Vorsitzender dafür, dass die unzähligen Vorschriften eingehalten werden. Vielleicht sei die sogenannte Ehrenamtskarte für den einen oder anderen ein kleiner Anreiz, diese Verantwortung auf sich zu nehmen. Diese Karte, die beantragt werden kann, biete diverse Vergünstigen, wie freie Eintritte in Museen und vieles mehr.


Abwasserfreier Oberer Sinngrund

Schließlich ging es dann noch um die Notwendigkeit einer neuen Kläranlagenlösung im Oberen Sinngrund. Was ist die beste Lösung? Bürgermeister Roland Römmelt brachte ins Gespräch, dass man schließlich Biosphärenreservat sei, mit dem Auftrag, ökologisch herausragend zu arbeiten. "Gibt es eine Sonderförderung, wenn wir einen abwasserfreien Oberen Sinngrund anstreben?", lautete eine Frage an die Politiker.


Frei von Schadstoffen

Konkret meinte er damit, dass durch einen neuen Kanalbau durch den Oberen Sinngrund alle Abwässer von Wildflecken bis Riedenberg nach Trübenbrunn geleitet werden und somit die Sinn, durch den Wegfall von Einleitungen der gereinigten Abwässer, völlig frei von irgendwelchen Schadstoffen eine neue und bessere Qualität erreichen könne.
Direkt antworten konnte Sandro Kirchner darauf nicht. "Aber Pilotprojekte kommen immer gut an", betonte er, und versprach, sich schlau zu machen. Auch Dorothee Bär ermutigte dazu, einen entsprechenden Vorschlag beim Ministerium vorzutragen.
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