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Bühnenvorhang spielte (nicht) mit

Bei der Premiere des turbulenten Lustspiels "Schneetreiben" gab es mehr zu lachen als sonst.
Mit "Blind Dates" möchte Eva Keck (Katharina Schuster, rechts) für mehr Gäste in ihrer Pension sorgen. Gerlinde Filzer (Petra Maile, links) und Manuela Schicker (Daniela Teller) passen jedoch ganz und gar nicht in ihr Konzept. Foto: Bernd Kleinert
 
"Ich weiß zwar nicht, wie man es ausspricht, aber ich bin sicher, es funktioniert", meint Eva Keck. Die resolute Frau, die mit "Blind Dates" ihre permanent leere Pension "Himmelstor" auf Vordermann bringen will, steht im Mittelpunkt des turbulenten Lustspiels "Schneetreiben" aus der Feder von Georg Ludy.
Die Theatergruppe des Radfahrvereins Concordia setzte mit dem köstlichen Dreiakter ihre 104-jährige Laienspieltradition fort. Die Premiere in der Grundschulturnhalle war gut besucht. Drei weitere Aufführungen folgen. Dass die muntere Truppe immer für eine Überraschung gut ist, hat sie in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen.
Nach einem schaurig-schönen Stück um einen kopflosen Pfarrer, der durch sein Pfarrhaus geistert, einem Abstecher in die "mörderische Welt" der Agatha Christie und einem erotisch angehauchten Bauernschwank strapazierte das 1913 gegründete Ensemble die Lachmuskeln jetzt mit einer Beziehungskomödie.


Technische Panne erheitert

Der urkomische Schwank, der weniger von seiner Handlung als von den teils schrägen Charakteren lebt, bescherte den Zuschauern ein abendfüllendes Theatervergnügen. Für Heiterkeit sorgte auch der Bühnenvorhang, der sich am Ende des ersten Aktes partout nicht schließen wollte. Die Darsteller überspielten die technische Panne mit improvisierten Dialogen und ernteten dafür brausenden Beifall.
Ensembleleiterin Petra Maile, die zehn Wochen lang mit den Akteuren Texte einstudiert und Szenen geprobt hat, führte Regie. Seit 2008 leitet sie die Theatertruppe des Radfahrvereins. Die sieben "Schauspieler" boten durchweg hervorragende Leistungen. Hatte jemand einen "Hänger", half Souffleur Alfred Kraus. Petra Kleuderlein war für das Frisieren der Darsteller zuständig, Melitta Kodisch für das Schminken. Die Bühnengestaltung lag in den Händen von Valerie Schütz. RVC-Vorsitzender Hans-Werner Schuster heizte mit Witzen die Stimmung im Publikum an.


"Blind Dates" als Strategie

Katharina Schuster glänzte als Eva Keck. Diese macht sich Sorgen um ihre Pension. Die Gäste werden immer weniger, die Schulden dafür umso mehr. "Blind Dates" als Marketingstrategie sollen der Misere ein Ende bereiten. Kaum ist eine entsprechende Anzeige in der Zeitung erschienen, werden auch schon Zimmer gebucht. "Zwei Männer, zwei Frauen und eine romantische Winterlandschaft. Was soll da schief gehen?", gibt sich Eva zuversichtlich. Tanja Kerling brillierte als Alwine Schrubbs, die "rechte Hand" der Pensionswirtin. Die temperamentvolle Frau schreibt Gedichte, brennt Schnaps und wenn ein Vollstreckungsbescheid des Finanzamtes ins Haus flattert, vernichtet sie ihn mit der Nudelmaschine. Albert Spörlein schlüpfte in die Rolle des Willi Filzer. Er ist nicht nur Chef eines Herrenmodengeschäfts, sondern auch ein treuer Ehemann. Doch ab und zu braucht auch er mal Erholung von seiner Gattin. Das Blind-Date-Wochenende kommt ihm da gerade recht.


In der Pension "Himmelstor"

Petra Maile begeisterte als Willis Frau Gerlinde. Sie wollte ihre Cousine besuchen, doch leider streikte unterwegs ihr Auto. Per Anhalter landet Gerlinde in der Pension "Himmelstor". Welch eine Überraschung, als sie dort ihren Willi trifft. Wollte der nicht zur Jahrestagung der Strickwestenhersteller? Frank Walcher überzeugte als Willis Stammtischbruder Udo Blinker. Was Frauen anbelangt kein Kostverächter, möchte er an diesem Wochenende so richtig die Sau rauslassen. Doch auch ihn holt das Schicksal ein.
Als seine Verlobte Manuela, bravourös gespielt von Daniela Teller, in der Pension aufkreuzt, ist der Teufel los. Das verwöhnte Töchterchen eines reichen Industriellen ist es gewohnt, dass jeder nach ihrer Pfeife tanzt. "Zwischen uns ist es aus und den Posten in der Firma meines Vaters kannst du auch vergessen", tobt Manuela und wirft sich Wenzel Pliefke an den Hals. Marco Neidhart verkörperte den Werbefilm-Produzenten, dessen Lebensmotto "Time is money" lautet. Ein hektischer Typ mit amerikanischem Akzent, der stets "busy" ist und mit seinem Smartphone sogar ins Bett geht. Doch das ist alles nur Show. Hinter dem angeblichen Filmemacher verbirgt sich ein Vertreter für Damenunterwäsche.


Noch drei Vorstellungen

Die Zuschauer amüsierten sich prächtig und klatschten begeistert Beifall. Noch dreimal können Theaterfreunde sich dem vergnüglichen "Schneetreiben" aussetzen. Die Aufführungen am Samstag, 18. März, und am 25. März beginnen um 19.30 Uhr in der Grundschulturnhalle. Bei der Familienvorstellung am Sonntag, 19. März, öffnet sich der Vorhang bereits um 18 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Bauernhof-Laden Schuster (Langheimer Straße 19) und an der Abendkasse.


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