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Britannia rules Bamberg

Konzertreihe  "Tage der britischen Musik" widmen sich an drei Wochenenden Komponisten wie Elgar, Britten und Sullivan.
Sir Roger Norrington wird das Konzert der Bamberger Symphoniker am 14. März dirigieren.  Foto: Archiv
 
von RUDOLF GÖRTLER
von unserem Redaktionsmitglied 
Rudolf Görtler

Bamberg — Die Generation 50 plus erinnert sich vielleicht noch an einen Sänger namens Gilbert (urspr. Raymond) O'Sullivan, der in den 70er Jahren einige Hits landete. Kaum einer der damaligen Pop-Hörer wird gewusst haben, dass der Barde mit seinem geänderten Vornamen auf das Opernkomponistenduo William Gilbert und Arthur Sullivan anspielte. Eben jener Sullivan (1842-1900) gilt als der bedeutendste britische Komponist des 19. Jahrhunderts, und eben jener Sullivan wird in diesem Frühjahr in Bamberg gewürdigt.
Wie kommt die Domstadt zu dieser Ehre? Meinhard Saremba, musikwissenschaftlicher Publizist und Vorsitzender der veranstaltenden Deutschen Sullivan-Gesellschaft, weist auf das "Centre for British Studies" an der Bamberger Universität, die Maria-Ward-Schule, das Cellokonzert Edward Elgars, das unlängst mit dem Solisten Mischa Maisky in der Konzerthalle zu hören war. Das Konzert der Bamberger Symphoniker am 14. März mit Werken von Michael Tippett, Benjamin Britten und Ralph Vaughan Williams wird auch ein Höhepunkt des "Britannia in Bamberg" benamsten Festivals sein. Sir Roger Norrington, Ehrenpräsident der Deutschen Sullivan-Gesellschaft, die ihre Mitgliederversammlung in das Festival eingebaut hat, Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, wird am Pult stehen.
Die Veranstalter haben die "Tage" unterteilt in drei Wochenenden, an denen Vorträge, Filme, eine Ausstellung und moderierte Konzerte zu hören sein werden. Ziel: die Musikkultur Großbritanniens vom Mittelalter bis zur Gegenwart vorzustellen. Was ist nun das Spezifikum dieser Musikkultur, was ist anders im Vergleich etwa zur Wiener Klassik?
"Es ist eine Musik, die sich nie im Elfenbeinturm einmauerte", sucht Saremba einen gemeinsamen Nenner zu finden. Sie sei besonders melodiös, sehr ausdrucksvoll und bewegend, habe Inspirationen aus der Volksmusik aufgenommen, sei traditionsbewusst: Einen radikalen Bruch mit der Tonalität etwa wie die kontinentale Musik des 20. Jahrhunderts habe es bei britischen Komponisten nicht gegeben. Die hätten auch für Amateure, kleinere Ensembles, für Jugendliche geschrieben, kurz: Britische Musik sei in gewissem Sinne volksnäher. Dennoch sei sie kompositorisch keinesfalls minderwertiger als die europäische Konkurrenz.

Bamberger sind eingebunden

Davon wird man sich überzeugen können. Im März gibt es einen Überblick mit dem erwähnten Konzert der Bamberger Symphoniker im Mittelpunkt. Das April-Wochenende ist ganz dem Komponisten Edward Elgar gewidmet, und im Mai gibt es britische Vokalmusik von Purcell, Sullivan und anderen zu hören. Es werden Stars auftreten wie die Mezzosopranistin Deborah Humble, die Bamberger Szene ist mit u. a. den Symphonikern, der Musica Canterey, der VHS, der Theater- und Musikschule, Gerhard Weinzierl und dem Bamberger Streichquartett eingebunden.

Für das Tanzprojekt "Check-
mate" (7./8. Mai) mit Musik von Arthur Bliss werden noch Jugendliche von 14 bis 18 Jahren mit etwas Tanzerfahrung gesucht. Bitte melden bei Margit Brendel, Tel. 0911/1307507, E-Mail mb@kulturliebe.de.


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