Hofheim i. UFr.
Inklusionssportfest

23 Behinderte erreichten das Sportabzeichen

Der TV Hofheim verlieh das deutsche Sportabzeichen. Dabei haben, wie die Rummelsberger Diakonie mitteilte, 23 Sportler mit Behinderung Urkunden für ihre Lei...
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Der TV Hofheim verlieh das deutsche Sportabzeichen. Dabei haben, wie die Rummelsberger Diakonie mitteilte, 23 Sportler mit Behinderung Urkunden für ihre Leistungen beim Inklusionssportfest erhalten.
Für Manuela Blischke und Benjamin Engel war es der sportliche Höhepunkt in diesem Jahr. Die beiden Bewohner einer Wohngruppe der Rummelsberger Diakonie in Hofheim haben beim Inklusionssportfest, das Ende Mai in Hofheim stattfand, die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen erfüllt und dafür nun das Abzeichen in Gold bekommen. Mit ihnen wurden insgesamt 110 Sportler mit und ohne Behinderung in der August-Först-Halle ausgezeichnet.
Rund 100 Sportler und Gäste waren gekommen, um die Abzeichen und Urkunden entgegenzunehmen und die Geehrten zu feiern. Die Deutschen Sportabzeichen überreichten Gerald Makowski, Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes, Kreis Haßberge (BLSV), und Uwe Derra, Referent Sportabzeichen im BLSV. 23 der 110 Sportabzeichen wurden an Frauen und Männer mit einer Behinderung verliehen. Makowski stellte die Wichtigkeit dieser Inklusionsveranstaltung für den Breitensport dar.
Günter Dietz (TV Hofheim), der die Sportabzeichenübergabe moderierte, überreichte Tina Reinwand von der Rummelsberger Diakonie und Bettina Surkamp von der Lebenshilfe einen Blumenstrauß. Diese Einrichtungen sind, neben dem TV Hofheim und dem BLSV-Kreis Haßberge, Mitorganisatoren des Inklusionssportfestes gewesen.


"Spiel ohne Grenzen"

Bei der Feier wurden auch Urkunden an die Teilnehmer des "Spieles ohne Grenzen" verliehen. Sechs Mannschaften hatten mitgemacht und sich den Aufgaben gestellt. Dazu gehörten zum Beispiel ein Kegelspiel, ein Drei-Bein-Lauf oder ein Hindernisparcours, bei dem die Teilnehmer einen gefüllten Wasserbecher über Kisten und andere Hindernisse balancieren mussten. Menschen mit und ohne Behinderung traten gemeinsam in Teams an.
Das nächste Inklusionssportfest findet am 16. Juni 2018 statt. Wer sich darauf vorbereiten will, ist zu einem inklusiven Training eingeladen. Ab Ende Februar bietet Günter Dietz vom TV Hofheim ein wöchentliches Training an. Die genauen Zeiten werden noch bekanntgegeben.
Bereits in diesem Jahr hatte Dietz die Teilnehmer der Rummelsberger Diakonie auf das Sportfest vorbereitet. "Es hat allen viel Spaß gemacht, das hat man gespürt", sagte der Trainer. Daran will er anknüpfen. Er und die anderen Organisatoren wünschen sich aber, dass das Inklusionssportfest noch besser besucht wird, sei es durch Teilnehmer oder durch Zuschauer.
Ein Sportler ist schon gesetzt: Benjamin Engel. Auf die Frage, ob er beim nächsten Mal wieder mit dabei ist, antwortet der 29-Jährige: "Auf jeden Fall." Bis zum vierten Inklusionssportfest am 16. Juni 2018 hält der junge Mann sich mit Besuchen im Fitnessstudio, beim Fußball und Basketball fit. Einmal wöchentlich spielt er in der Basketball-Mannschaft des TV Hofheim, wie er bei der Feier erzählte. red
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