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Wo kommt eigentlich unsere Kleidung her?

Untersuchung: Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg befassten sich im Rahmen ihres Projektes mit sozialer Verantwortung in der Mode- und Bekleidungsindustrie.
Augen auf beim Kleiderkauf - sagen die Neuntklässler der Wirtschaftsschule. Foto: privat
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Bamberg - Das T-Shirt „Made in Bangladesh“, die Hose „Made in China“, der Pulli „Made in Honduras“: wenn wir unsere Kleidungsstücke genauer anschauen, sehen wir, dass unser Outfit aus aller Welt zusammengestückelt ist. Bereits seit den 1970er Jahren wird die Produktion der Kleidung in sogenannte Billiglohnländer ausgelagert. Nur noch fünf Prozent aller in Deutschland verkauften Textilien werden auch in Deutschland hergestellt. Mode ist somit ein Wirtschaftszweig, der in seiner arbeitsteiligen Produktion sämtliche Kontinente und Länder miteinander verknüpft.
Die Themenrecherche, -dokumentation und -präsentation im Vorfeld des Schülerprojektes reichte von der Geschichte der Textilindustrie bis hin zur aktuellen Baumwollproduktion weltweit.

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie    
                                                                                           
Im Zentrum des Projektes standen die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie in Indien. Am Beispiel eines konkreten sozialen Problems – der wachsenden Zahl von Selbstmorden indischer Baumwollbauern – wurde die wirtschaftliche Abhängigkeit der Produzenten des Südens von internationalen Unternehmen im globalen Norden thematisiert. Es ging dabei vor allem darum, sich über die Lebenssituation der Arbeiter auf den Feldern sowie der Näherinnen in den Fabriken zu informieren und Hintergrundinformationen zum globalen Geschäft mit der Baumwolle zu erarbeiten.

Und wer guckt aufs Arbeitsrecht?

Ob Richtung Osten oder Süden, Unternehmen nutzen die Möglichkeit neue Standorte in Regionen zu errichten, in welchen sie neben Steuererleichterungen und billigen Arbeitskräfte, kaum Kontrollen der Arbeitsrechte auffinden. Die Textilarbeiter, hauptsächlich junge Frauen, nähen beispielsweise unter großem Zeitdruck im Akkord. Bei etwa 1.200 Kleidungsstücken, die an einem Tag genäht werden müssen, haben sie so lange in der Fabrik zu bleiben, bis alles fertig genäht ist - bis zu zwölf Stunden am Tag. Problematisch ist dabei die Verlagerung von Produktionsstätten aus Honduras in noch billigere Länder, wie Nicaragua. Die Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze, auch wenn es schlechte Arbeitsplätze sind.

Soziale Verantwortung in der Bekleidungsindustrie


Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes war die Erforschung der Beiträge einzelner Unternehmen zur freiwilligen Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinausgehen. Von den Schülern wurden Verhaltenskodizes, Fairtrade-Aktionen von Arbeitsrechtsorganisationen sowie anerkannte Gütesiegel kritisch beleuchtet und diskutiert.
Seit den 1990er Jahren werden von Organisationen, Gewerkschaften und Firmen Verhaltensregeln zur Verbesserung der Menschen- und Arbeitsrechte in der globalisierten Wirtschaft geschaffen. Ziele sind die Zahlung von fairen existenzsichernden Löhnen, angemessene Arbeitszeiten, soziale Absicherung der Arbeitnehmer sowie die Beseitigung ausbeuterischer Zwangs- und Kinderarbeit.

Was kann der Verbraucher tun?

                                                                                                                                                                       
Im letzten Teil des Projektes überlegten sich die Schüler in Gruppen, was sie selbst als Konsumenten der Textilien gegen die dargestellten Misstände tun können. Die Gruppen waren sich einig, dass der Käufer im Norden sich nicht nur über die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie informieren, sondern auch aktiv werden sollte. Boykottiert man den Kauf von Kleidung aus Billiglohnländern sind die Menschen vor Ort die Leidtragenden. Sie verlieren ihre Arbeitsplätze und haben keine Alternativen. Doch was können die Konsumenten hier in Deutschland dann gegen die prekäre Arbeitssituation in Billiglohnländern unternehmen? Es geht darum, auf die internationalen Kleidungsproduzenten Druck auszuüben, damit diese beispielsweise die Einhaltung von Arbeiterrechten gewährleisten. Konsumenten können Briefe oder E-Mails an Firmen schreiben, um mehr Transparenz im Produktionsprozess zu fordern. Aufgrund des wandelnden Bewusstseins der Konsumenten, müssen die Firmen dann agieren, denn ihr Ruf und Profit steht auf dem Spiel.

Autoren: Die Schüler der Klasse 9d der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule

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