lokale Nachrichten aus Bamberg Coburg Kulmbach Forchheim Haßberge Erlangen-Höchstadt Kronach Rhön Grabfeld Schweinfurt Bayreuth Kitzingen Bad Kissingen

>> als Startseite

Heimniederlage für die Brose Baskets

Die Bamberger Brose Baskets starten mit einer überraschenden 74:75-Heimniederlage gegen die Telekom Baskets Bonn ins Play-off-Viertelfinale.
Anton Gavel (r.) wird vom Bonner Simonas Serapinas vom Korb weggedrängt. Fotos: sportpress
 

Getreu dem Motto "wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen", sorgten die Telekom Baskets Bonn am Donnerstagabend zum Play-off-Auftakt für eine faustdicke Überraschung. Der Tabellenachte feierte beim Spitzenreiter nach der Hauptrunde einen 75:74 (33:35)-Erfolg und brachte den Brose Baskets nach knapp zwei Jahren und 49 Erfolgen in Serie gegen nationale Konkurrenten eine Heimniederlage bei. Jetzt haben die Bamberger sechs Tage Zeit, aus ihren Fehlern zu lernen, um am nächsten Mittwoch im Telekom Dome den Ausrutscher auszubügeln und die Serie nach dem Modus "best of five" auszugleichen.

Von der ersten Sekunde an wurde deutlich, dass Play-off-Spiele mit einer ganz anderen Intensität geführt werden wie Spiele der normalen Runde. Chris Ensminger, der an alter Wirkungsstätte mit viel Applaus begrüßt worden war, erzielte zwar die ersten Punkte der fünften Jahreszeit. Doch dann legten die Hausherren los und zogen bis auf 12:2 davon. Allerdings wurde schon in dieser Phase deutlich, dass die Brose Baskets nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Zehn Ballverluste standen in der ersten Halbzeit zu Buche - so viele leistet sich der Meister sonst oft nicht über die gesamte Spielzeit. Auch die Trefferquote und die Souveränität im Passspiel ließen zu wünschen übrig. So gelang es den Bonnern dank einer 12:2-Serie zum 14:14 auszugleichen.

Nach dem dritten Dreier von Simonas Serapinas ging der Außenseiter nach 13 Minuten sogar mit 23:20 in Front. Dank ihrer Dominanz im Rebound (23:10 zur Pause) eroberten die Hausherren aber eine Führung zurück. Vor allem gegen die Bonner Zonenverteidigung lief aber wenig in der Bamberger Offensive, so dass sich ein völlig ausgeglichenes Spiel entwickelte. Nur zwei Assists (Bonn 8) zeugen von der Nervosität im Angriff der Hausherren.


Bamberg zeigt sich kämpferisch



Angeführt von Anton Gavel zeigten die Hausherren gleich nach der Pause ihr Kämpferherz. Die Verteidigung stand jetzt bombenfest, Tibor Pleiß verteidigte hervorragend gegen Ensminger. Tucker klaute sich hinten den Ball, sprintete über das ganze Feld und vollstreckte zum 43:35. Brian Roberts machte die Zehn-Punkte-Führung perfekt - die Halle tobte. Vor allem Peja Suput sorgte mit seiner ganzen Erfahrung dafür, dass die Brose Baskets mit einem 55:46-Vorsprung ins Schlussviertel gingen.

Hinten wieder mit einer Zonenverteidigung und vorne mit erfolgreichen Dreiern agierend, waren die Bonner aber schnell wieder dran und gingen sogar mit 56:55 in Front. Tibor Pleiß, sorgte mit seiner Verteidigung und wichtigen Punkten für die 66:60-Führung. 90 Sekunden später glichen die Telekom Baskets aber wieder aus.

Dank Tony Gaffney ging Bonn 30 Sekunden vor dem Ende mit 73:72 in Front. 12 Sekunden später brachte Casey Jacobsen den Meister wieder in Führung. Nach zwei Fehlversuchen tippte dann Benas Veikalas den Ball mit der Schlusssirene in den Korb - die Frankenhölle erstarrte im Schock, die Bonner feierten die Sensation.


Basketball-Statistik


Brose Baskets Bamberg — Telekom Baskets Bonn 74:75
(18:16, 17:17, 20:13, 19:29)
Bamberg: Tucker (14 Punkte), Roberts (13/1 Dreier), Jacobsen (13/1), Gavel (13), Pleiß (10), Suput (9), Slaughter (2), Jenkins, Tadda, Neumann
Bonn: Serapinas (17/5), Jordan (16/2), Gaffney (13), Battle (12), Ensminger (8), Veikalas (7/1), Mangold (2), Thülig, Wohlfahrt-Bottermann
SR: Lottermoser, Barth, Streit
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote: Bamberg 50 Prozent (31 Treffer/62 Versuche), Bonn 48 (31/64)
Dreierquote: Bamberg 20 Prozent (2/10), Bonn 40 (8/20)
Freiwurfquote: Bamberg 90 Prozent (10/11), Bonn 100 (5/5)
Rebounds: Bamberg 37 (23 defensiv/14 offensiv), Bonn 24 (16/8)
Ballgewinne/-verluste: Bamberg 5/18 , Bonn 9/13
Assists: Bamberg 7 / Bonn 21
Fouls: Bamberg 14 / Bonn 20

Kommentare

nach Bewertung
 
Alte zuerst
 
Neue zuerst
  • community  Companion Diesen Post kommentierenkommentieren

    Spuk vorbei......wer so einen Kommentar losläßt kann kein Oberfranke sein - oder er hat keine Ahnung von Sport und Region..
    Wie auch immer, nicht jeder kann und will sich für Sport interessieren und mit (s)einem Team mitfiebern/leiden/freuen - aber wenn dem so ist, dann frag ich mich, was der Kommentar von Oberfranke überhaupt soll - oder ist er so einer vom Typ Roth - Hauptsach a weng woss gschmarrt...

    (0)
  • community  Durchblicker Diesen Post kommentierenkommentieren

    @OberfrankeWo hat man Dich denn rausgelassen ? Kannst diese Aussage mit irgend etwas begründen ? Oder bist aus der Gereuth, dann könnte ich das noch verstehen. Also, wieso Spuk ?

    Danke im voraus für die Aufklärung.

    (0)
  • community  Oberfranke Diesen Post kommentierenkommentieren

    Noch2 Niederlagen, dann ist der Spuk endlich wieder vorbei!

    (0)
  • community  Durchblicker Diesen Post kommentierenkommentieren

    Wenn bei Bamberg die Dreier nicht fallen,weil sie wie gestern erst gar nicht versucht werden und wenn der Gegner einen wirklich guten Auftritt hat, dann ist sie dahin, die ganze Herrlichkeit. Das waren gefühlte 50 Ballverluste. 10 Punkte Vorsprung, dann 3 Minuten vor Schluss wieder mit 6 Punkten vorn und trotzdem war man nicht in der Lage, das Ding nach Hause zu bringen. Schade. Denn wenn man mit einem Punkt verliert .... Na ja, was soll´s. Jetzt muss ein Sieg in Bonn her, sonst wird es eng.

    Aber: Nicht die Bonner haben gestern die Brose Baskets geschockt, sondern die Brose Baskets haben ihre Fans geschockt. Sein müssen hätte das nicht !

    (0)
  • community  Companion Diesen Post kommentierenkommentieren

    verdient verloren....wer so unkonzentriert agiert und zwar in allen Bereichen - Angriff, Abwehr,Fehlpässe,schlechte Wurfquote - der braucht sich nicht wundern, wenn der Gegner Oberwasser bekommt und diese Chancen eiskalt nutzt.
    Vor allem aber Slaughter war (mal wieder) ein Ausfall - von einem Center muß man mehr erwarten als ein paar Rebounds, und dann dies unsägliche Tipp-In das er (wieder mal)eher spektakulär dunken wollte anstatt es einfach ganz "normal" einzulupfen.. wenn es tatsächlich nach den Play Offs Richtung Europa gehen sollte, wird man gut beraten sein - da Pleiß ja leider geht - sich mit zwei sehr guten Centern (und Slaughter gehen lassen)zu verstärken, denn er ist kein Spieler, der in knappen Situationen präsent ist und seinem Team Impulse und Unterstützung geben könnte. Gestern hatte man den Eindruck, er versteckte sich mehr bei seinen Gegenspielern als dass er in der Zone mal anspielbar gewesen wäre.. für ein Team das hohe Ansprüche hat - und das zu Recht - ist das einfach zu wenig und über die Saison gesehen zu unkonstant was von ihm kommt.Es war symptomatisch als Pleiß vom Feld und Slaugther drauf war, kam Bonn immer wieder ran und konnte sich so wunderbar aufbauen.

    (1)

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
* Ich bin mit der Netiquette einverstanden
Ich möchte mir exklusive Leservorteile nicht entgehen lassen und gestatte der Mediengruppe Oberfranken – Zeitungsverlage GmbH & Co. KG und deren verbundenen Unternehmen mir auch nach Ablauf des Abonnements telefonisch und per E-Mail Vorteilsangebote zu unterbreiten. Meine Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Community
Ich möchte kommentieren und eigene Leserbeiträge verfassen Ich möchte nicht kommentieren und keine eigene Leserbeiträge verfassen  


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 31 - 1: