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Der Cool-Man trifft zum Sieg der Baskets

Würzburg besiegt Tübingen mit 77:70, weil John Little trotz einer fast Tennisschläger großen Hand in seinem Gesicht den Dreier macht.
John Little behielt ganz zum Schluss die Nerven.  Foto: Tobias Köpplinger
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Er kann seine Coolness gut verstecken. Wenn John Little über das Hallenparkett läuft, hat er seinen Hintern leicht nach hinten ausgestellt, die Beine deuten ein O an, nicht ganz so stark wie beim ehemaligen Fußballer Pierre Littbarski, nur ein bisschen. Meistens grinst John Little. Manchmal schreit er spitz, meistens dann, wenn er den Korb nicht getroffen hat. Vielleicht lassen ihm deshalb seine Gegenspieler mehr Platz. Einer, der wie ein Fußballer läuft, meistens grinst und manchmal spitz schreit, kann doch nicht gefährlich sein. Vielleicht denken die Gegner das. Aber John Little kann gefährlich sein. So wie gegen Tübingen: Knapp eine halbe Minute vor dem Ende, Little hat den Ball, steht hinter der Dreierlinie, vor ihm hat sich Tyrone Nash aufgebaut. 2,03 Meter groß, Hände groß wie Tennisschläger, nur kann man da nicht durchgucken. Eine dieser Hände hatte John Little im Gesicht, bei einer Körpergröße von 1,82 Metern wird vorbeischauen doppelt schwierig. Little stoppte kurz, schaute, schoss, traf. Dreier. 75:70. Little grinste. Es war die Entscheidung in einem Spiel, das bis zum Ende hart umkämpft war.
Und John Little war einer derer, die in diesem Spiel den Unterschied machten. Er und Chester Frazier. Denn während auf der Gegenseite die Dreierversuche am Ring landeten, trafen die Würzburger. Erst Frazier, dann Little. Big Shots heißen diesen wichtigen Punkte in der Basketballsprache. "Und wenn du diese Würfe machst, hast du es verdient zu gewinnen", sagt Tübingens Trainer Igor Perovic nach dem Spiel. Dabei war seine Mannschaft besser in die Partie gestartet, Tübingen attackierte früh, provozierte Ballverluste und führte. 9:0, erst nach drei Minuten gelang den Würzburgern die ersten Punkte durch Chris Kramer. Aber die Unterfranken blieben unkonzentriert, mussten im ersten Viertel 29 Gegentreffer einstecken. Erst danach wurde es besser. Zwei Dreier von Ricky Harris, 31:29. Würzburg führte, Tübingen blieb dran.
"Tübingen hat am Anfang härter gearbeitet als wir", sagte Würzburgs Trainer John Patrick. Und am Ende hatte seine Mannschaft Glück. Glück, dass Tübingen nicht mehr traf. Glück, dass Chester Frazier seinen Dreier versenkte. Und Glück, dass John Little so ein cooler Hund ist.

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