Überfallserie

Ansbach: Serie bewaffneter Raubüberfälle geklärt

Eine Serie bewaffneter Raubüberfälle aus dem Raum Ansbach von 2012 ist aufgeklärt: Eine festgenommene 46-jährige Frau hat gestanden.
Symbolbild: Christopher Schulz
 
Am 05. März 2012 überfiel eine damals unbekannte bewaffnete Person gegen 19 Uhr einen Verbrauchermarkt im Industriegebiet "Im Herrmannshof" in Burgoberbach.

Unter Vorhalt zweier Schusswaffen erbeutete der maskierte unbekannte Täter mehrere Tausend Euro Bargeld und flüchtete aus der Norma-Filiale. Auf dem Parkplatz des Marktes schoss der Täter mehrmals auf einen Passanten, welcher glücklicherweise unverletzt blieb.

Die daraufhin eingerichtete zehnköpfige Ermittlungskommission "Herrmannshof" ermittelte wegen schweren Raubes und versuchten Mordes.


Tatzusammenhang

Durch intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen konnte ein Tatzusammenhang zu drei ebenfalls ungeklärten Raubüberfällen in Baden-Württemberg, vom 2. und 30. Dezember 2011 sowie vom 2. Februar 2012, mit ähnlicher Vorgehensweise festgestellt werden. Auch hier erbeutete ein ähnlich aussehender Täter jeweils mehrere Tausend Euro Bargeld unter Vorhalt einer Schusswaffe.


"Aktenzeichen XY"

Trotz intensiver Ermittlungen und einer Fahndung über die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" konnten die Taten bislang nicht aufgeklärt werden.

Am 28. Mai 2016 meldete sich ein Zeuge bei der Ansbacher Polizei und gab an, möglicherweise den bislang unbekannten Täter erkannt zu haben. Hierbei soll es sich um eine 46-jährige Frau aus dem weiteren Umfeld des Zeugen handeln, welche im Raum Bietigheim-Bissingen wohnhaft sei.


Tatverdacht erhärtet sich

Daraufhin durchgeführte intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen erhärteten den Tatverdacht gegen die 46-Jährige, sodass die Ansbacher Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl und Durchsuchungsbeschlüsse bei dem Ermittlungsrichter erwirkte.

Diese wurden am 19. Juli 2016 durch die Ansbacher Kriminalpolizei, der Kriminalpolizei Ludwigsburg und Spezialkräfte der Polizei Baden-Württemberg vollzogen. Hierbei wurde in den angemieteten Räumen ein regelrechtes Waffenarsenal, darunter auch die in Burgoberbach verwendete Tatwaffe, aufgefunden.

Die 46-Jährige ist geständig und befindet sich derzeit wegen schweren Raubes und versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Weiterhin wurden Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz und dem Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet.

zum Thema "Blaulicht"

Newsletter kostenlos abonnieren





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.