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Tiger im Tiergarten Nürnberg gestorben

Vor den Augen zahlreicher Besucher ist im Tiergarten Nürnberg einer der beiden sibirischen Tiger gestorben.
Fotos: News5 / Grundmann
 

Wie der Tierpark am Mittwoch mitteilte, hatte sich der sechs Jahre alte Cornelius bereits am Dienstag in eine Felsenhöhle auf der Freianlage zurückgezogen. Dort blieb das seltene Raubtier dann unbeweglich liegen.

Tierärzte versuchten zunächst, mit einem Fernrohr dem Tier eine sogenannte Atemstimulanz zu geben. Als dies nicht funktionierte, musste ein Käfig eingesetzt werden, durch den die Tierärzte den leblosen Körper untersuchen konnten.


Cornelius wurde nur 6 Jahre alt



Die Todesursache ist noch unklar. Sie soll jetzt durch eine Sektion geklärt werden.
In der Vergangenheit war es im Nürnberger Tiergarten immer wieder zu Todesfällen gekommen. Vor allem im Delfinarium ereigneten sich mehrmals Fehlgeburten. Im November 2011 musste auch Tigerin "Sigena" wegen einer Krebserkrankung eingeschläfert werden.

Der 2006 im tschechischen Ostrava geborene sibirische Tiger Cornelius war zusammen mit seinem Bruder Claudius zunächst im Zoo Straubing untergebracht. Erst im Mai dieses Jahres kamen die beiden wegen des geplanten Umbaus der Anlage nach Nürnberg.

Kommentare

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  • community  spatzl Diesen Post kommentierenkommentieren

    Straubing trauert um CorneliusAls gebürtige Oberfränkin, die seit 20 Jahren bei Straubing wohnt, hab ich Cornelius und seinen Bruder Claudius schon oft im Tierpark Straubing besucht. Als Fan der Straubing Tigers bin ich in doppelter Hinsicht
    sehr traurig über Cornelius Tod. Die beiden sind die Maskottchen der Tigers. Heute steht bei uns hier im Straubinger Tagblatt, dass nun für Claudius ein Tigerweibchen gesucht werden soll. Sobald das neue, geräumige Gehege fertig ist, kommt Claudius hoffentlich bald mit seiner neuen Dame nach Hause. Am Freitag beim Heimspiel der Tigers gegen die Düsseldorfer EG wird bestimmt ganz viel an Cornelíus gedacht.

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  • community  Zwiefeltreter Diesen Post kommentierenkommentieren

    Zoos tötenZwar muss man zugestehen, dass - aufgrund der Zerstörung der natürlichen Lebensbereiche - zoologische Gärten den Erhalt verschiedenster Tierarten unterstützt, dennoch sind etliche Kritikpunkte anzumerken:
    1. Die Tiere im Zoo leiden häufig unter Dauerstress. Gerade Tiger, die Einzelgänger sind, finden kaum Möglichkeiten, sich wirklich zurückzuziehen und müssen sich den Menschenmassen ausliefern.
    2. Dabei ist der Bewegungsraum der Tiere stark eingeschränkt, was ebenfalls zu atypischen Verhaltensweisen führt und Stress bedeutet.
    3. Die Umzüge von Zoo zu Zoo ist für den Besucher ganz nett, die Tiere leiden jedoch unter den Bedingungen des Transports erheblich.

    So bedauerlich der Tod dieses wunderbaren Tieres ist, so klar zeigt sich wieder einmal, wie schädlich der Mensch auf seine Umwelt ist und wie wichtig es ist, den Erhalt der natürlichen Lebensräume zu forcieren.

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