Bockbieranstich

Bockbieranstich 2015: Was ist eigentlich Bockbier?

Bierfans freuen sich: Bereits am 25. September finden in den Gaststätten in Bamberg und Umgebung die ersten Bockbieranstiche statt. Doch was ist an diesem Bockbier eigentlich so besonders? Und welche Brauereien nehmen teil?
In 50 Gaststätten in Bamberg und Umgebung kann man ab dem 25. September ein kühles Bockbier genießen.Foto: Archiv
 
von ALINA KLARMANN
Volle Wirtshäuser, eine ausgelassene Stimmung - ganz klar: Es ist Bockbieranstich. Bierliebhaber, nicht nur aus der Region, kommen zusammen, um sich "Stärke anzutrinken".

Auch in diesem Jahr, genauer gesagt ab dem 25. September, lockt der traditionelle Anstich wieder zahlreiche Bierliebhaber in die teilnehmenden Brauereien in und um Bamberg.


Wodurch zeichnet sich das Bockbier aus?

Ein Bockbier ist ein meist leicht dunkles, vollmundiges Bier mit einem kräftigen Malzgeschmack. Obwohl es auch obergärige Starkbiere gibt, ist das Bockbier meist untergärig. Auch in Sachen Farbe des Bieres gibt es Unterschiede: Sie unterscheidet sich je nach Brauerei und Stärkegehalt. So kann das Bockbier golden bis dunkelbraun gefärbt sein.


Wie hoch ist der Prozentsatz an Alkohol?

Mit 6,5 bis 7,5 Prozent hat es einen höheren Alkoholgehalt als stärkeärmere Biere. Es riecht malzig, etwas süßlich und hat eine Hopfennote. Vom Geschmack her ist es kräftig und süffig.


Was ist die Stammwürze und wie hoch ist diese beim Bockbier?

Die Stammwürze ist der Anteil aller Inhaltsstoffe, die vor der Gärung in der Würze gelöst werden. Unter diesen Stoffen ist vor allem Malzzucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Die gelösten Zucker werden während der Gärung in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.

Der Anteil der Stammwürze hängt dabei mit der Höhe des Alkoholgehaltes zusammen: Je größer der Anteil der Stammwürze ist, desto höher ist der Prozentanteil Alkohol. Der Gehalt der Stammwürze beträgt bei Bockbieren mindestens 16 %, bei Doppelbockbieren sogar mehr als 18 %.


Wie lange gibt es das Bockbier schon?

Bereits im Mittelalter tranken die Menschen Bockbier, welches damals noch als "Fastenstarkbier" bekannt war. Damals braute man das sättigende und stärkende Bier, um die Arbeitsfähigkeit der Mönche während der katholischen Fastenzeit gewährleisten zu können; gemäß dem Motto "Liquida non frangunt ieunum - Flüssiges bricht das Fasten nicht".


Wie viele Gaststätten in und um Bamberg veranstalten einen Bockbieranstich?

In genau 50 Wirtshäusern, sowohl in Bamberg als auch in der Umgebung, kann man sich ab September "Stärke antrinken". Der Hallstadter Diller Keller sowie die Schlossbrauerei in Reckendorf eröffnen die "fünfte Jahreszeit", während die Mönchsambacher Brauerei Zehendner am 11. Dezember das Schlusslicht bildet.

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