Brennstoff

Heizen mit Holz

Bei richtiger Verwendung ist Holz ein Brennstoff, der ökologische Vorteile gegenüber fossilen Alternativen hat.
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Je nach Holzsorte lassen sich unterschiedliche Effekte beim Verbrennen erzielen.  Foto: FNR/Hermann Hansen
Je nach Holzsorte lassen sich unterschiedliche Effekte beim Verbrennen erzielen. Foto: FNR/Hermann Hansen
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Brennholz rückt als Energieträger immer stärker in den Fokus. Als nachwachsender und regionaler Brennstoff ist die ökologische Belastung durch Gewinnung und Transport geringer als bei fossilen Alternativen. Bei der Verbrennung von Luft verbindet sich der Sauerstoff in der Luft mit dem Wasser und dem Kohlendioxid aus dem Holz. Dabei wird Energie in Form von Wärme und Licht abgegeben. Idealerweise bleiben dann nur Kohlendioxid, Asche aus den mineralischen Holzbestandteilen und Wasser übrig. Das entstandene Kohlendioxid trägt nicht zur Erderwärmung bei, da nur so viel davon abgegeben wird, wie zuvor vom Baum aufgenommen wurde. Bei einer unvollständigen Verbrennung kann neben Kohlenmonoxid allerdings giftiges Methangas entstehen. Auch bei der Verbrennung nicht erlaubter Brennstoffe, wie etwa mit Schutzmittel oder Lack behandeltes Holz, können sich hochgiftige Verbindungen bilden. Ist der Ofen zu vollgeschichtet, entwickeln sich zu viele Verbrennungsgase, die zur Schadstoffentstehung führen. Auch zu große Scheite begünstigen auf diese Weise Emissionen. Besser ist es, häufiger kleinere Mengen nachzulegen. Besitzer einer holzbefeuerten Heizanlage sollten sich an deren Anleitung orientieren oder sich beim Fachhändler erkundigen.
Bezugsmöglichkeiten Die Beschaffungsart von Scheitholz unterscheidet sich grundsätzlich in zwei Arten. Beliebt, aber aufwendig, ist die Selbstversorgung im Wald. Das Forstamt stellt dafür sogenannte Lesescheine aus, die für Nicht-Waldbesitzer notwendig sind. Wichtig ist vor allem, die notwendigen Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Bei der Holzernte wird ein Motorsägenführerschein und geeignete Sicherheitskleidung benötigt. Etwas teurer, dafür praktischer, ist der Kauf von ofenfertigem Scheitholz im Brennstoffhandel oder bei Baumärkten. Auch die bequeme Lieferung nach Hause ist möglich, hierbei wird nach Steher, Raum- oder Schüttmeter unterschieden.
Richtige Lagerung Der Wassergehalt des Brennstoffs hat großen Einfluss auf das Brennverhalten. Frisch geschlagenes Holz enthält, je nach Jahreszeit und Art, zwischen 45 und 60 Prozent Wasser. Bei richtiger Trockenlagerung sinkt der Wasseranteil auf 15 bis 20 Prozent. Dieser Vorgang dauert etwa ein bis zwei Jahre, erst dann eignet sich das Holz zum Heizen. Der Lagerplatz zum Trocknen sollte sonnig, luftig und überdacht sein, um das Holz vor Regen und Schnee zu schützen. Feuchtigkeit wird auch von unten gezogen, weshalb Kontakt mit dem Erdreich besser vermieden wird. Zwei Querstangen sorgen für einen durchlüfteten Unterbau. Gespaltenes Holz trocknet schneller und zeigt auch später ein besseres Brennverhalten. Wer Feuerholz fertig vom Händler bezieht, sollte sich den Wassergehalt bestätigen lassen. Brennt es nämlich zu schnell ab, ist es übertrocknet. Deshalb ist es ratsam, auch dieses Holz noch einige Zeit abgedeckt im Freien zu lagern. Holzbriketts und -pellets werden industriell gefertigt und zeichnen sich durch gleichbleibende Qualität aus. Iris Müller/Umweltbundesamt
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