Tag des Einbruchschutzes

Elektronischer Einbruchschutz

Welche Möglichkeiten des elektronischen Einbruchschutzes gibt es? Und wie genau wirken sie?
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Wenn Einbrecher mit Brachialgewalt vorgehen, helfen Fenster und Türen mit Verriegelungssystemen nur wenig.  Foto: Fotolia
Wenn Einbrecher mit Brachialgewalt vorgehen, helfen Fenster und Türen mit Verriegelungssystemen nur wenig. Foto: Fotolia
Elektronischer Einbruchschutz ist ein Zugewinn an Sicherheit und Komfort. Hier einige Möglichkeiten:

Die Einbruchmeldeanlage (EMA)
reagiert direkt auf unerwünschte Eindringlinge - entweder als interne, hörbare Signalwarnung an die Bewohner und den Einbrecher oder als lautlose Alarmweiterleitung an die Notruf- und Serviceleitstelle eines Wach- und Sicherheitsunternehmens. Einbruchmeldeanlagen nehmen dem Einbrecher die Zeit. Der "Krach" bei einem internen Alarm schreckt den Täter auf, so dass er den Einbruch voraussichtlich abbrechen wird. Eine lautlose Alarmweiterleitung an einen Sicherheitsdienst hilft, den Einbrecher zu schnappen. In etwa drei Viertel der Fälle, in denen ein Einbruch durch eine Alarmanlage mit sogenanntem stillem Alarm verhindert wurde, konnte der Täter von der Polizei dingfest gemacht werden.

Gefahrenwarnanlagen (GWA) melden nicht nur Einbrüche, sondern informieren darüber hinaus über den kompletten Sicherheitszustand der Wohnung. Sie brauchen somit keine Angst mehr zu haben, dass der Gashahn offen steht, das Bügeleisen brennt oder der Waschmaschinen-Schlauch platzt. Eine GWA warnt per internem Alarm oder Fernalarm auch vor Rauchentwicklung, Gas- und Wasseraustritt. Es besteht auch die Möglichkeit, den Alarm plus eine zusätzliche Meldung an mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets leiten zu lassen, um über den Sicherheitszustand seines Zuhauses jederzeit informiert zu sein.

Schutz des Grundstücks: Außenbeleuchtungen, entweder konventionelle Lampen oder energiesparend durch Bewegungsmelder geschaltet, schrecken Einbrecher ab. Bei längerer Abwesenheit, z.B. bei Urlaubsreisen, lässt sich die Außenbeleuchtung von Zeitschaltuhren automatisch steuern, um Anwesenheit vorzutäuschen. Es ist empfehlenswert, Gartentore genauso wie Haustüren in Mehrfamilien- oder Geschäftshäusern mit Gegensprechanlagen oder Videoüberwachung auszurüsten. Auch die Installation von Überwachungskameras ist bei besonders gefährdeten Häusern sinnvoll. Sie dienen zum einen zur Abschreckung, im Ernstfall eines Einbruchs helfen sie der Aufklärung durch die Polizei.

Funk-Alarmanlagen bieten eine Objektsicherung, die innerhalb von wenigen Stunden ohne Kabelverlegung installiert werden kann. Sollte eine Funk-Frequenz gestört werden, schalten die Anlagen automatisch auf ein anderes Funk-Band. Somit wird eine etwaige Manipulation verhindert. Funk-Alarmanlagen sind flexibel und können jederzeit um zusätzliche Melder erweitert werden, was ideal für Bestandsbauten und bei Modernisierung ist. Zudem können Funk-Alarmanlagen bei einem Umzug einfach mitgenommen werden.

Digitaler Einbruchschutz mit Smart Home: Das vernetzte Haus ist die Zukunft auch des Einbruchschutzes. Spezielle Apps erlauben eine Fernsteuerung und -überwachung der Einbruchmelde- und Gefahrenwarnanlage und anderer Bestandteile der Haustechnik. Zum Beispiel kann somit geprüft werden, ob die Haustür verschlossen, Fenster geschlossen oder Rollläden heruntergelassen sind. Jederzeit und von jedem Ort aus können Änderungen vorgenommen und "Befehle" erteilt werden: Die Anlage aktivieren, Licht an- und ausschalten, Rollläden nachträglich schließen. Die vollständige Bedienung und Darstellung aller Betriebszustände der Alarmanlagenzentrale ist auch unterwegs möglich: Hausbesitzer können sich alle wichtigen Statusinformationen der Alarmanlage anzeigen lassen und erkennen so, an welcher Stelle ein Einbruch- oder Brandalarm ausgelöst ist oder ein Wasserschaden auftritt. Bilder von Überwachungskameras sind über das Internet abrufbar. Passende Apps bringen die Videobilder auch auf Smartphones und Tablet-PCs.
Der Bewohner bleibt dabei immer im Bilde: Einen ausgelöste Alarm bekommt er jederzeit und unterwegs auf das Smartphone gemeldet, bei einer integrierten Alarmaufschaltung wird ein Sicherheitsdienst informiert, der anschließend Hilfe schickt. Ansonsten kann er weitere einzuleitende Maßnahmen selbst veranlassen.
Quelle: Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!"
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