Abtswind
Generalsanierung

Sanierung des Rathauses Abtswind

Ein modernisierter Amtssitz für Bürgermeister Schulz: Nach einem Jahr ist die Rathaussanierung in Abtswind abgeschlossen.
Artikel einbetten
In neuem Glanz erstrahlt nicht nur das Rathaus an sich, sondern auch das Zugangsportal.  Fotos: G. Bauer
In neuem Glanz erstrahlt nicht nur das Rathaus an sich, sondern auch das Zugangsportal. Fotos: G. Bauer
+1 Bild
Wann das Rathaus in Abtswind genau gebaut wurde, kann Bürgermeister Jürgen Schulz auch nach Abschluss der Renovierungsarbeiten nicht genau sagen. Er vermutet, dass die ehemalige Apotheke zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Zunächst befand sich das Rathaus noch im Schulhaus; erst 1964 wurde es an den heutigen Standort verlegt.
Die Sanierung des kellerlosen Gebäudes begann ziemlich genau vor einem Jahr. Nach der Entkernung begann die Trockenlegung des Mauerwerks, das weitgehend aus grünem Schilfsandstein besteht. Es wurde rundum bis zu einem Meter Tiefe frei gelegt und gegen Bodenfeuchtigkeit abgedichtet.


Fachwerk freigelegt

Auch das in den Geschossen vorgefundene Fachwerk wurde frei gelegt. Nun präsentiert sich das Sichtmauerwerk, das nach vorgefundenen alten Farben gestaltet wurde.
Im Untergeschoss wurden alle Fenster nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erneuert. Beschädigte Fachwerkbalken wurden erneuert.
Das nun großzügig angelegte Amtszimmer dient auch als Besprechungsraum, der Sitzungssaal blieb im rückwärtigen Bereich. Neu sind eine Teeküche und moderne Bodenbeläge.
Die alten Türen wurden gegen neue schwere Eichentüren, passend zum Sichtmauerwerk, ausgetauscht und stellen eine gelungene Symbiose aus Alt und Neu dar.


Dämmung des Dachgeschosses

Wegen der im Obergeschoss vorhandenen Wohnungen wurde das Dachgeschoss komplett gedämmt und schlechte Balken sowie die Treppen erneuert. Da auch eine moderne zentrale Ölheizung eingerichtet wurde, konnte ein Kamin bis unter das Dach zurückgebaut werden. Die neue Ölheizung bedient jetzt auch das Haus des Gastes.
Über die Rückseite des Rathauses sind alle Einrichtungen im Erdgeschoss und eine Toilette behindertengerecht erreichbar; Letztere kann auch vom Haus des Gastes genutzt werden.
Saniert wurde auch das aus dem Jahr 1741 stammende große Zugangsportal, das aber ursprünglich nicht zum Gebäude gehörte, sondern an anderer Stelle im Dorf stand.
Nach rund einem Jahr Bauzeit ist das Rathaus seit etwa Mai wieder nutzbar. Der Abschluss der Sanierung wird am Sonntag, 30. Juli, von 14 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Gleichzeitig findet das Brunnenfest der Feuerwehr statt. bag


Kosten

Sanierungskosten: 400 000 Euro
förderfähig: 197 000 Euro
Zuschüsse:
Landesstiftung: 12 000 Euro
Kommunales Förderprogramm für Gemeinden: 8000 Euro
Deutsche Stiftung Denkmalschutz: 2500 Euro
Unsere Partner
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare